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Liebe Coaches,

ich würde mich freuen, ein paar Einschätzungen von dritter Seite zu folgendem Sachverhalt zu bekommen, den ich in letzter Zeit erlebt habe:

Bewerbungsgespräch – Abwägung zwischen Selbstreflexion und Durchsetzungsfähigkeit. Allgemein gilt beides als positiv, aber beides in einer Person gut zu vereinen ist wohl eher schwierig. Wenn man in Bezug auf unangenehme Tatsachen aus seiner beruflichen Vergangenheit in Zusammenarbeit mit seinem Chef eine selbst reflektierte und selbstkritische Haltung einnimmt, wie einem überall geraten wird, da zu einem Problem wohl immer 2 gehören würden und Selbstreflexion Übernahme von Verantwortung für sein Handeln zeigt, wie schafft man es dann, dass man trotzdem durchsetzungsstark und selbstbewusst rüber kommt, da man ja quasi Fehler eingeräumt hat, auf die der Personaler sich wie ein Vampir stürzt und am liebsten den Rest des Gespräches nur darüber reden würde – tatsächlich haben wir m. E. zu lange im Gespräch über diesen Punkt geredet, obwohl ich bald gesagt habe, dass dies wohl den falsche Schwerpunkt darstelle und wir lieber über meinen aktuellen Job und meine Fähigkeiten reden sollten? Als Feedback nach der Absage bekam ich den Hinweis, dass für diese Position (keine Führungsposition) große Durchsetzungsfähigkeit im Unternehmen und extern erforderlich sei und der Eindruck im Gespräch entstanden sei, dass man zwar sehr selbstreflektiert sei, aber nicht so durchsetzungsstark und selbstbewusst. Offensichtlich besteht da ein Zusammenhang. Wie schafft man die richtige Balance? Wenn man als Graf Koks ohne jeden Zweifel auftritt, gilt dies gemeinhin auch als negativ. (Ich unterstelle jetzt mal, dass die Absage des Unternehmens die Wahrheit war und nicht vorgeschoben). Kann es sein, dass das Unternehmen einen zuvor bereits gar nicht ernsthaft in Betracht gezogen hat oder was kann man verbessern? Danke!

Grüße Thomas