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Wie kann ich unseriöse Headhunter erkennen?

Der Begriff „Headhunter“ stammt ursprünglich aus dem Englischen. Übersetzt bedeutet er „Kopfjäger“. Synonym werden Headhunter oft auch Personalberater genannt und handeln in der Regel im Auftrag eines Unternehmens. Sie suchen – gegen ein Honorar – nach hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Das Problem daran: Die Berufsbezeichnung „Headhunter“ ist nicht geschützt. Theoretisch darf sich jeder Personalvermittler so nennen. Entsprechend gibt es auch einige schwarze Schafe in der Branche. Wie und woran also können Sie unseriöse Headhunter erkennen? Es gibt da tatsächlich ein paar Indizien…


Wie kann ich unseriöse Headhunter erkennen?

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Wie kann ich unseriöse Headhunter erkennen?

Diskretion ist eine herausragende Eigenschaft von guten Headhuntern. An diesen 5 Warnzeichen können Sie einen seriösen Personalvermittler erkennen und redliche von unseriösen Headhuntern unterscheiden:

  1. Transparenz:

    Seriöse Headhunter spielen mit offenen Karten. Falls Sie sich nicht schon kennen, wird er Sie nur anrufen, wenn er einen konkreten Suchauftrag hat. Seriöse Vertreter ihrer Zunft geben sich als Headhunter zu erkennen, stellen sich mit vollständigem Namen vor und sagen – ohne sofort alle Einzelheiten zu nennen – worum es geht und dass Sie ein möglicherweise attraktives Angebot für Sie haben.

  2. Rückruf:

    Seriöse Headhunter bieten Ihnen an, Sie zurückzurufen, wenn Sie frei sprechen können. Und wenn Sie Zeit hatten, sich über den Personalberater zu informieren. Kurz: Sie drängeln nicht. Wenn Sie den Personalberater explizit bitten, nicht am Arbeitsplatz anzurufen, er genau dies aber trotzdem tut, ist das ein No-Go.

  3. Smalltalk:

    Seriöse Headhunter plaudern beim ersten Telefonat nicht über ihre Auftraggeber oder die Art und Weise, wie sie deine Kontaktdaten recherchiert haben. Auch wenn Sie vielleicht neugierig sind: Seriöse Headhunter werden beim ersten Telefonat zunächst zurückhaltend agieren und erst mal nur überprüfen, ob Sie generelles Interesse an einem Jobwechsel haben.

  4. Lebenslauf:

    Seriöse Headhunter fragen nicht gleich nach Ihrem Lebenslauf und ob Sie ihm diesen schicken können. Das spricht eher für einen sogenannten Lebenslauf-Händler – unseriös! Die Frage nach dem Lebenslauf kommt in der Regel erst im zweiten oder dritten Gespräch. Dann, wenn Sie schon etwas mehr über die Position wissen und weiterhin grundsätzliches Interesse besteht.

  5. Angebot:

    Ein verräterisches Merkmal für einen unseriösen Headhunter ist es zudem, wenn er Ihnen eine Stelle anbietet, die überhaupt keinen Karriereschritt darstellt, sondern eher das Gegenteil. Entweder bedeutet das, der Headhunter sich in Ihrem Markt und Ihrer Branche überhaupt nicht auskennt. Eine guter Headhunter sollte überdies – erkennbar – in der jeweiligen Zielbranche immer Erfahrungen, Referenzen und Netzwerke nachweisen können. Oder er interessiert sich mehr für seine Provision als für Ihre berufliche Zukunft und Entwicklung.

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Was sollte ich über Headhunter in Erfahrung bringen?

Wenn der Headhunter anruft, geht es um Ihre berufliche Zukunft. Die sollten Sie nicht irgendwem anvertrauen. Deswegen sollten Sie bei oder nach einem Erstkontakt immer zunächst Grundinformationen in Erfahrung bringen, bevor Sie sich offenbaren.

Diese Informationen sind relevant und können Aufschluss darüber geben, ob ein Headhunter seriös oder unseriös ist:

  • Vollständiger Name der Person
  • Name der Personalberatung
  • Standort der Personalberatung
  • Webseite der Personalberatung
  • Telefonnummer des Headhunters
  • Referenzen in der Branche
  • Mitgliedschaft in einem der namhaften Berufsverbände oder in einem Headhunter-Netzwerk wie etwa dem Bund Deutscher Unternehmensberater (BDU)

All diese Daten sind beim Erstkontakt wichtig, damit Sie sich anschließend über den Personalberater erkundigen können. Wer hier am Telefon ins Stottern gerät oder geheimniskrämerisch tut – Finger weg! Das ist ein starkes Indiz für einen unseriösen Headhunter. Schließlich ist es Ihr gutes Recht, zu erfahren, mit wem Sie es zu tun haben.

Wie bringe ich die Informationen über unseriöse Headhunter in Erfahrung?

Die grundlegenden Informationen erfragen Sie zunächst beim Erstkontakt am Telefon. Hinterher können Sie sie durch eine einfache Internet-Recherche checken – Stichwort: Google. Überprüfen Sie, ob die genannte Personalberatung überhaupt existiert, ob sie über einen Internet-Auftritt mit Impressum verfügt, ob die Personalberatung im Unternehmensregister bzw. Handelsregister eingetragen ist und ob alle weiteren Angaben mit dem übereinstimmen, was der Headhunter Ihnen am Telefon erzählt hat.

Welche Fragen überführen unseriöse Headhunter?

Durch clevere und geschickte Rückfragen können Sie überprüfen, ob der Headhunter unseriös ist. Ein seriöser Headhunter wird Ihnen diese Fragen nicht übel nehmen, sondern – im Gegenteil – als Zeichen Ihrer Professionalität werten. Sobald Sie aber merken, dass der Headhunter auf solche Fragen eher zögerlich bis unwillig antwortet, sollten die Alarmglocken schrillen.

Diese Fragen können Sie einem Headhunter stellen:

  • Wie sieht Ihr Hintergrund in der Branche aus?
  • Welche Branchenkenntnis/Referenzen bringen Sie mit?
  • Für welche Unternehmen haben Sie im vergangenen Jahr Führungspositionen besetzt?
  • Haben Sie einen exklusiven Suchauftrag?
  • Wie wird Ihr Mandat bezahlt?
  • Warum stellt das Angebot für mich aus Ihrer Sicht einen wichtigen Entwicklungsschritt dar?
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Wie verhalte ich mich bei unseriösen Headhuntern?

Wenn Sie verstärkt Warnzeichen wahrnehmen, sollten Sie die Notbremse ziehen und den Kontakt abbrechen – höflich, aber bestimmt. Wenn Sie einen besonders unseriösen Eindruck vom Headhunter haben, können Sie diesen zudem schriftlich auffordern, Ihre persönlichen Daten zu löschen, dies schriftlich zu bestätigen sowie seine Vermittlungsversuche einzustellen. Lassen Sie sich Ihre berufliche Reputation keinesfalls von den schwarzen Schafen der Branche ruinieren.

[Bildnachweis: marvent by Shutterstock.com]

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