Was sind die besten Plattformen für E-Learning?

An E-Learning kommt kaum noch jemand vorbei, der es mit seiner Weiterbildung ernst meint. Doch die Auswahl der Anbieter und Kurse fällt oft schwer. Im Internet gibt es einen Wildwuchs an E-Learning-Plattformen, die um die Gunst der User buhlen. Karrierefragen zeigt Ihnen die 14 Plattformen für E-Learning, die Sie kennen müssen…

Was sind die besten Plattformen für E-Learning?

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Was sind die besten E-Learning-Plattformen?

Eine unüberschaubare Zahl an Plattformen bietet mittlerweile E-Learning-Kurse an. Es gibt Kurse für die Persönlichkeitsentwicklung, fürs IT-Skills wie Programmieren, für Sprachen, die Schule und das Studium. Karrierefragen hat den Überblick über die wichtigsten Anbieter für alle Zielgruppen.

Das sind die größten, besten und bekanntesten E-Learning-Plattformen im Internet:

  1. Udemy

    Udemy.com ist eine US-amerikanische Lernplattform mit Sitz in San Francisco. Sie bietet Videokurse in verschiedenen Kategorien an: Design, Programmierung, Marketing, IT und Software, Persönlichkeitsentwicklung, Wirtschaft, Fotografie oder Musik. Für Firmenkunden gibt es spezielle Angebote.

  2. Open HPI

    OpenHPI (hpi.de) ist die Bildungsplattform des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts. Offene Online-Kurse gibt es etwa zu Design Thinking, Künstlicher Intelligenz, Cybersecurity oder Digital Health. Am Ende gibt es (bei Erfüllung der Aufgaben) ein Zertifikat, mit dem man seinen Lebenslauf ausschmücken kann.

  3. Linkedin Learning

    Auch Business-Netzwerk Linkedin hat den Einstieg in den E-Learning-Markt gewagt. Bei „Linkedin Learning“ können User aus mehr als 15.000 Kursen wählen – Tendenz steigend. Gefragt sind Standard-Themen zu Führung, Kreativität oder Kommunikation.

  4. Udacity

    Udacity.com wurde vom Deutschen Sebastian Thrun im Silicon Valley gegründet. Der Fokus der Online-Akademie liegt auf den Bereichen Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Data Science, Ökonomie und autonome Systeme. Manche Kurse dauern vier Wochen, andere vier Monate.

  5. Skillshare

    Skillshare.com ist insbesondere für alle Kreativen interessant. Die E-Learning-Plattform bietet Kurse im Bereich Film und Video, kreatives Schreiben, Musik, Fotografie, Illustration oder Animation an.

  6. Coursera

    Coursera.org ist mittlerweile ein Urgestein unter den E-Learning-Plattformen und arbeitet mit weltweit über 200 Universitäten und Unternehmen zusammen, darunter auch die TU München, die LMU München, die TU München und das KIT Karlsruhe. Es gibt MOOCs zu nahezu allen Fachbereichen: Kunst, Gesundheit, Mathematik, Physik oder Sprachen.

  7. Edx

    Edx.org ist ein Non-Profit von MIT und Harvard University. Das E-Learning-Portal versammelt über 2.000 Kurse von 140 Institutionen. Zu den Kooperationspartnern zählen auch die RWTH Aachen, die TU München und die ETH Zürich. Zu den beliebtesten Themengebieten zählen Programmieren, Sprachen, Data Science, Wirtschaft, Ingenieur- und Geisteswissenschaften.

  8. Blinkist

    Blinkist.com kommt aus Berlin. Die Lern-App will die Kernaussagen der besten Sachbücher auf den Punkt bringen und in leicht verdauliche 15-Minuten-Häppchen herunterbrechen, die man sich entweder anhören oder durchlesen kann. Daneben produziert Blinkist auch komplette Hörbücher und Podcasts.

  9. Duolingo

    Duolingo.com hilft dabei, eine neue Sprache zu lernen. Deutsche Muttersprachler haben aktuell die Möglichkeit, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch zu lernen. Für die spielerischen Übungen muss man, verspricht Duolingo, nicht mehr als fünf Minuten pro Tag aufwenden. Manche Kurse sind kostenlos.

  10. Babbel

    Babbel.com ist auf Sprachen lernen spezialisiert. Der E-Learning-Anbieter aus Berlin bietet Kurse für die Reise, Kurse zu Land und Leuten oder Business-Kurse an. Verfügbare Sprachen sind Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Schwedisch, Türkisch, Niederländisch, Polnisch, Indonesisch, Norwegisch, Dänisch und Russisch. Sparangebote starten bei unter fünf Euro im Monat.

  11. Scoyo

    Scoyo.de ist eine Online-Lernplattform für Kinder. Der Schulstoff umfasst die Klassen 1 bis 7 in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie, Physik und Chemie. User können individuelle Lernpläne erstellen. Altersgerechtes Feedback, Lerngeschichten, Spiele, Avatare und Bonuspunkte sollen die kleinen User motivieren. Zugang gibt es ab rund zehn Euro pro Monat.

  12. Sofatutor

    Auch Sofatutor.com richtet sich an Schüler von der Klasse 1 bis 13. Fast 11.000 Lernvideos hat die Online-Plattform nach eigenen Angaben aggregiert. Dazu gibt es Übungen, Arbeitsblätter und die Möglichkeit, Lehrer zu sämtlichen Schulthemen zu fragen.

  13. Iversity

    Iversity.org ist eine deutsche E-Learning-Plattform aus Berlin. Es gibt nicht nur Kurse in deutscher Sprache, sondern beispielsweise auch auf portugiesisch, russisch oder bengalisch. Für Firmenkunden hat Iversity spezielle Angebote im Programm.

  14. Open SAP

    Die Plattform open.sap.com ist speziell für Produkte aus dem Hause SAP konzipiert – zum Beispiel SAP S/4HANA oder die SAP Analytics Cloud. Der Walldorfer Softwarekonzern hat das Angebot selbst entwickelt und bietet es in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut an.

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Was ist E-Learning?

E-Learning ist ein Sammelbegriff. Das E in E-Learning steht für Electronic. E-Learning ist laut Duden „elektronisches Lernen“. Nach der Definition des Mediendidaktikers Michael Kerres umfasst E-Learning alle Lernformen, „bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen.“

E-Learning bedeutet nicht unbedingt, dass der Lernprozess ausschließlich vor dem Bildschirm stattfindet. Man könnte argumentieren, dass ein Schüler, der schnell mal einen Begriff bei Wikipedia nachschlägt, ebenfalls E-Learning betreibt. Es gibt verschiedene Synonyme für E-Learning, zum Beispiel Online-Learning, multimediales Lernen oder computerbasiertes Lernen.

Welche Formate gibt es?

Diese Formate, die sich bisweilen auch überschneiden, subsumiert man unter dem Begriff E-Learning:

  • Computer-based und Web-based Training
    Digitale Lerninhalte werden multimedial aufbereitet und vom Lernenden vor dem Bildschirm bearbeitet. Konkret kann es sich beispielsweise um Tutorials handeln oder um Frage-Antwort-Formate oder um MOOCs (Massive Open Online Courses). Beim Web-based Training werden die Lerninhalte mittels Webserver online gestellt. Die Teilnehmer können oft mit dem Tutor oder anderen Mitschülern kommunizieren, über Chats oder Diskussionsplattformen.
  • Videokurse
    Youtube ist das beste Beispiel. Auch andere Anbieter stellen Videokurse ins Netz, mit deren Hilfe sich die Lernenden in ein Thema vertiefen können.
  • Online-Vorlesungen
    Online-Vorlesungen von Universitäten und Fachhochschulen haben speziell während der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen.
  • Blended Learning
    Blended Learning kombiniert Präzenzveranstaltungen mit E-Learning-Formaten.
  • Web-Based Collaboration
    Damit ist die Zusammenarbeit via Web-Tools gemeint. Wenn etwa mehrere Personen gemeinsam eine Aufgabe bearbeiten oder ein Dokument in Google Docs erstellen.
  • Podcasts
    Auch bei Podcasts handelt es sich um eine Spielform von E-Learning. Die Lerninhalte werden dabei ausschließlich verbal vermittelt. Man hört dem Tutor zu, sieht ihn aber nicht.
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Welche Vorteile hat E-Learning?

E-Learning hat diese Vorteile:

  • Zeit

    Viele digitale Lerninhalte können zeitunabhängig bearbeitet werden. Wann immer Sie ein Zeitfenster offen haben, setzen Sie sich vor den Monitor und machen Ihre Aufgaben oder eignen sich neues Wissen an. Das schafft Flexibilität und ist auch gut für die Work-Life-Balance.

  • Kosten

    Präsenzformate enthalten viele passive Kosten: die Anreise mit Auto oder Zug, manchmal sogar mit dem Flugzeug, Hotel- und Übernachtungskosten, Verpflegung, Tutoren, die ebenfalls eigens anreisen. Diese enormen Kostenblöcke fallen beim E-Learning nahezu komplett weg. Eine große Ersparnis für Arbeitgeber, Anbieter und Teilnehmer von E-Learning-Kursen.

  • Individualität

    E-Learning-Formate können Sie (oft) auf Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse zuschneiden, was den Inhalt, Lerntempo, Zeiteinteilung und Lernort betrifft. Sie können immer und überall lernen, was Sie wollen und die Anbieter und Formate auswählen, die Ihnen liegen.

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Welche Nachteile hat E-Learning?

E-Learning hat diese Nachteile:

  • Technik

    Noch immer gibt es in Deutschland viele dunkle Flecken auf der Landkarte. Orte, in denen die Netz-Verbindung mies ist. Für E-Learning sind das keine guten Rahmenbedingungen. Wer online lernt, ist auf ein schnelles und stabiles Netz angewiesen. Auch müssen technische Geräte angeschafft werden und auf dem neuesten Stand sein. Ohne Laptop (oder zumindest Smartphone) funktioniert E-Learning nicht. Und dann ist da noch der ständige Blick auf den Bildschirm – schlecht für die Augen!

  • Disziplin

    E-Learning erfordert Fokus, Konzentration, Selbstdisziplin und die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten. Nicht jeder verfügt über dieses Rüstzeug. Vor Ort lernt es sich in der Tat oft leichter, dafür sorgt schon die Gruppendynamik. Auf der anderen Seite kann Online-Learning Menschen helfen, eigenverantwortlicher zu werden.

  • Isolation

    Der Plausch in der Pause fällt beim E-Learning weg. Gemeinsames Lernen im Klassenzimmer stärkt das Gruppen- und Zugehörigkeitsgefühl, so wie in der Schule oder Uni. Wo man nur noch digital kommuniziert, leidet es. Auch ist es beim Online-Learning mitunter schwierig, Feedback von den Dozenten zu bekommen. Und wo Feedback fehlt, da fehlt auch der Erkenntnisgewinn.

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[Bildnachweis: Rido by Shutterstock.com]

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