Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Gehören Hobbys in den Lebenslauf? Die Antwort lautet: Ja, Hobbys gehören grundsätzlich in den Lebenslauf. Umfragen zeigen, dass Personaler sie gerne lesen, weil sie das Profil eines Bewerbers abrunden und einen Blick hinter seine beruflich-professionelle Fassade erlauben. Allerdings kommen nicht alle Hobbys und Interessen gut an. So manche Freizeitbeschäftigung kann sogar zum Bewerbungskiller werden…

Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

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Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Hobbys und private Interessen werten einen Lebenslauf auf, sofern sie einen Bezug zur angestrebten Stelle haben. Fehlt dieser Bezug oder rufen sie negative Assoziationen hervor, können Hobbys einer Bewerbung auch schaden. Grundsätzlich steht es Bewerbern frei, Hobbys im Lebenslauf zu erwähnen oder wegzulassen. Eine Pflicht, sie aufzuführen, gibt es nicht.

Beispiele: Wenn Sie Hobbys im Lebenslauf nennen, dann möglichst nur jene, die entscheidende Fähigkeiten für die angestrebte Stelle bestätigen oder ergänzen.

  • Wenn Sie sich zum Beispiel für eine Führungsposition bewerben und sich in Ihrer Freizeit zugleich in leitender Position eines Vereins engagieren, dann komplettiert dies Ihr Bewerberprofil.
  • Wenn Sie sich hingegen als Verwaltungsfachangestellter bewerben und zugleich leidenschaftlicher Cupcake-Bäcker sind, dann hat das Hobby „Backen“ für den Job wenig Relevanz. In diesem Fall gilt: Besser weglassen – und den Lebenslauf so straffen.

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Wo gehören Hobbys im Lebenslauf hin?

Hobbys und Interessen gehören ans Ende des Lebenslaufs. Dort führen Sie sie in einer eigenen Rubrik namens „Hobbys“ (nicht: „Hobbies“ – das ist falsch!) oder „Interessen“ (oder „Hobbys und Interessen“) in Stichpunkten auf. Im Anschreiben haben Freizeitaktivitäten nichts verloren – es sei denn, sie weisen einen ausgeprägten Bezug zur Stelle auf.

Beispiel: Sie gehen seit Ihrer Kindheit reiten und bewerben sich nun für eine Ausbildung zum Pferdewirt. Das Hobby „Reiten“ ist in diesem Fall ein herausragendes Argument für Sie als Bewerber. Sie sollten es in diesem Fall sogar zwingend im Anschreiben erwähnen, da Sie als Berufsanfänger außerdem keine oder nur wenige berufliche Stationen und Berufserfahrung vorweisen können.

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Wen interessieren Freizeitaktivitäten?

Vielleicht denken Sie als Bewerber: Laufen, Lesen, Reiten, Schwimmen… Wen interessiert das schon? Doch die Antwort lautet: Es interessiert, sehr sogar. Sogar die große Mehrheit der Personalentscheider. Diese wollen sich bei der schriftlichen Bewerbung ein ganzheitliches Bild (fachlich und persönlich) von den Kandidaten machen. Unter diesen Gesichtspunkten sind auch deren Hobbys und Interessen äußerst interessant.

Natürlich sollten Sie die Freizeitbetätigungen im Lebenslauf ebensowenig überbewerten. Sie kriegen den Job nicht, nur weil sie einem so tollen und ach so passenden Hobby nachgehen. Freizeitaktivitäten stellen lediglich eine interessante Ergänzung zum Gesamtbild dar. Den Ausschlag geben nach wie vor hauptsächlich die Qualifikationen, Kompetenzen und Berufserfahrungen im Lebenslauf.

Lesetipp: Was gehört in den Lebenslauf – und was nicht?

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Welche Hobbys im Lebenslauf angeben?

Hobbys im Lebenslauf kommen beim Empfänger gut an, wenn sie stellvertretend für Fähigkeiten und Tugenden stehen, die auch im jeweiligen Job gebraucht werden. Beispiele: Kochen steht für Experimentierfreude und Offenheit, eine Mannschaftssportart für Teamgeist.

Nichts falsch machen können Sie mit „Allerwelts-Hobbys“ wie Lesen, Musik hören, Joggen, Reisen, Schwimmen oder Fahrrad fahren. Beeindrucken oder überraschen werden Sie den Personaler damit aber nicht. Im besten Fall weist Ihr Hobby oder Interesse einen unmittelbaren Bezug zu Beruf oder Branche auf. Im Fachjargon spricht man auch von berufsbezogenen Interessen.

Was sind Beispiele für berufsbezogene Interessen?

Diese Hobbys und Berufe passen hervorragend zusammen:

Aber Vorsicht! Stellen Sie nicht mit der Brechstange einen Bezug her. Sie müssen nicht auf Online-Shopping stehen, um ein guter E-Commerce-Manager sein zu können. Fluggerätemechanikern bringt es rein gar nichts, wenn sie gerne mit dem Flugzeug verreisen und Süßwarentechnologen geben als Hobby bitte nicht „Naschen“ an.

Ein Hobby aus den Fingern saugen sollten Sie sich nicht. Das ist es nicht wert und kann Ihnen bei Rückfragen im Vorstellungsgespräch noch böse auf die Füße fallen.

Lesetipp: Welche Fragen im Vorstellungsgespräch kommen auf mich zu?

Welche Hobbys im Lebenslauf weglassen?

Es gibt auch Hobbys, die Sie in Ihrer Bewerbung prinzipiell eher unerwähnt lassen sollten. Kontraproduktiv wirken zum Beispiel fast immer Extremsportarten wie Apnoetauchen oder Fallschirmspringen sowie extrem zeitaufwändige Hobbys.

Warum?

  • Bei Extremsportarten bekommen viele Personaler Bedenken, ob der Bewerber künftig nicht vielleicht verletzungsbedingt häufiger ausfällt.
  • Bei zeitintensiven Hobbys im Lebenslauf wiederum stellt sich die Frage: „Hat der Bewerber überhaupt noch Zeit für den Job – neben dem Hobby? Und ist nicht womöglich in Wahrheit das seine Hauptbeschäftigung?“

Inhalt ausdünnen:

Wenn Sie sich bei Ihren Hobbys nicht sicher sind oder sie zu langweilig finden, dann erwähnen Sie sie einfach nicht. Interessen im Lebenslauf sind ja kein Muss und geben auch nicht den Ausschlag. Abrunden können Sie Ihre Persönlichkeit auch noch im Vorstellungsgespräch und Dialog mit dem Personaler.

Aktivität zeigen:

Damit Hobbys ihre volle Wirkung entfalten können, sollten sie zeigen, dass der Kandidat sein Leben aktiv führt und gestaltet: soziales Engagement, Teamstärke, körperliche Fitness – all das gibt Pluspunkte. Aber allzu sehr polarisieren und übertreiben sollten Sie es damit eben auch nicht. Ein bisschen interessanter als Durchschnitt reicht völlig.

Ehrlich bleiben:

Außerdem bitte nie falsche Angaben machen, Freizeitaktivitäten erfinden oder künstlich aufbauschen. Kommt das im Vorstellungsgespräch heraus (weil der Personaler zufälligerweise dasselbe Hobby hat und nachbohrt), ist die Glaubwürdigkeit dahin – und mit ihr alle Jobchancen.

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[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

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