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Lohnt sich der Jobwechsel: Ja oder Nein?

Kein Job hält ewig. Die meisten Arbeitnehmer haben heute mindestens zwei Jobwechsel in ihrem Lebenslauf stehen. Karriere wird durch auch berufliche Veränderungen gemacht. Dennoch sollten Sie einen Jobwechsel nicht mal eben so in Angriff nehmen. Es gibt Chancen und Perspektiven, aber auch veritable Risiken. Deshalb sollten Sie nur aus den richtigen Gründen Ihren Job wechseln. Falls Sie sich also gerade die Frage stellen: Lohnt sich der Jobwechsel: Ja oder Nein? – Hier finden Sie die Tipps und Orientierungshilfen dazu…


Lohnt sich der Jobwechsel: Ja oder Nein?

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Jobwechsel: Ja oder nein?

Der Job macht schon lange keinen Spaß mehr. Im Alltag herrscht Langeweile und Routine. In solchen Phasen denken viele Arbeitnehmer über einen Jobwechsel nach und suchen nach Gründen für einen beruflichen Neuanfang.

Gut so!

Ein Jobwechsel sollte keine übereilte Entscheidung sein. Schon gar nichts aus dem Bauch heraus. Schließlich geht es dabei um Ihre berufliche Zukunft, Ihre fachliche Entwicklung – und Ihr künftiges Einkommen. Letztlich ist kein Job perfekt. In jedem Beruf gibt es Phasen, in denen man einfach nur seine Arbeit machen oder mit frustrierenden Rückschlägen fertig werden muss. Aber manchmal kommt man um einen Jobwechsel letztlich nicht herum, will man dem eigenen Glück auf die Sprünge helfen…

Warum wollen Menschen den Job wechseln?

In schöner Regelmäßigkeit tauchen Umfragen auf, die belegen wollen, wie viele Arbeitnehmer mit ihrer aktuellen Stelle unzufrieden sind. Vor allem zum Jahreswechsel denken viele über Ihre berufliche Situation nach und fragen sich: Jobwechsel – ja oder nein? Zu den häufigsten Gründen für Wechselwilligkeit gehören ein mieser Führungsstil, ein schlechtes Gehalt sowie mangelnde Wertschätzung. Oder wie es so schön heißt:

Die Menschen kommen für den Job – und gehen wegen des Chefs.

Zugegeben: Ein mieser Chef ist ein guter Grund für einen Jobwechsel. Es gibt aber noch ein paar andere…

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Soll ich wirklich meinen Job wechseln?

Wer unzufrieden mit dem eigenen Job ist, sollte sich zunächst ein wenig Zeit zur Selbstreflexion nehmen und sich diese Fragen stellen:

  • Warum habe ich mich seinerzeit für diesen Beruf entschieden?
  • Wie viel Spaß macht mir meine aktuelle Tätigkeit?
  • Kann ich mein Wissen und meine Stärken hier optimal nutzen?
  • Tue ich das, was ich am besten kann?
  • Kann ich mich in diesem Job noch weiterentwickeln?
  • Habe ich das Gefühl, hier echten Mehrwert zu schaffen?
  • Wird meine Arbeit ausreichend wertgeschätzt – auch finanziell?
  • Kann ich mich mit meinem Arbeitgeber identifizieren?
  • Wie gut ist das Arbeitsklima?
  • Wie zufrieden mit ich mit meinem Job?
  • Wie geht es mir morgens auf dem Weg zur Arbeit?
  • Wie geht es mir abends nach Feierabend?
  • Ist die Unzufriedenheit nur temporär oder hält sie schon länger an?
  • Bleibe ich hier unter meinen Potenzialen?
  • Könnte ich woanders wesentlich mehr erreichen – warum und wie?
  • Kann ich mir den Jobwechsel finanziell leisten?
  • Wie stehen meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
  • Würden mein Partner und meine Familie hinter einem Jobwechsel stehen?
  • Habe ich bisher alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft?

Lesetipp: Wie finde ich die richtige Stelle?
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Was sind gute Gründe für einen Jobwechsel?

Das sind die besten Gründe für einen Jobwechsel:

  • Gesundheit


    Akuter Stress, hoher Druck und das permanente Gefühl, überfordert (und unterbezahlt) zu sein – all das kann die Gesundheit gewaltig belasten. Wenn der Job physisch wie psychisch krank macht, sollten Sie die Notbremse ziehen. Das verdiente Geld mag wichtig sein – die Gesundheit aber ist wichtiger.

  • Stillstand


    Stillstand in jeder Hinsicht ist ein guter Grund für einen Jobwechsel: Es fehlen sowohl Karriereperspektiven als auch finanzielle. Wenn sich der Laden obendrein kaum noch weiterentwickelt, ist das ein Warnzeichen. Sicher, Sie haben aktuell einen Job. Aber wie lange noch? Wo bleiben der Anreiz und Spaß?

  • Erwartungen

    
Manche Arbeitgeber stellen Erwartungen an ihre Mitarbeiter, die – trotz Engagement, Überstunden und Motivation – nicht zu erfüllen sind. Das bedeutet nicht, dass Sie bei jeder schwierigen Aufgabe über einen Jobwechsel nachdenken sollten. Können Sie Ihren Chef aber einfach nie zufrieden stellen, weil er unrealistische Anforderungen an Sie stellt, kann der Jobwechsel sinnvoll sein.

  • Unsicherheit


    Kein Job ist wirklich sicher. Dafür verändern sich Märkte und Branchen zu schnell. Aber wenn Sie in Dauerangst um Ihre berufliche Existenz oder Zukunft leben, ist das nur noch kräftezehrend – und kann sogar krank machen. Auch das ein veritabler Grund, den Job zu wechseln.

  • Vetternwirtschaft


    Sie rackern sich jeden Tag und hören nicht mal ein „Danke“? Geringschätzung wäre schon so ein Grund zu gehen. Aber wenn das dann noch mit Günstlingswirtschaft zusammenfällt, ist das Maß voll.

Was sind schlechte Gründe für einen Jobwechsel?

Das sind schlechte Gründe für einen Jobwechsel:

  • Frust


    Der ist vermutlich gerade der Grund, warum Sie diesen Artikel lesen. Aber: Es gibt gute Tage – und es gibt schlechte. Dieser gehört vielleicht gerade zur zweiten Kategorie. Manchmal hält der Unmut sogar mehrere Tage an. Aber das ist noch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Frusttage gibt es auch in anderen Jobs und Unternehmen. Das Gesamtbild im Jahresverlauf ist entscheidend. Erst wenn Sie über Wochen und Monate chronisch frustriert sind und die obigen Fragen reflektiert haben, ist die Zeit reif für einen Jobwechsel.

  • Kritik


    Passiert: Der Chef war mit Ihrer Leistung unzufrieden und hat sie ordentlich geschimpft. Nicht die beste Art, sicher. Aber eher ein Grund zur Selbstreflexion, wo Sie sich verbessern können. Erst wenn die Kritik haltlos und chronisch wird, spricht das für einen Wechsel. Das gilt übrigens auch für peinliche Fehler im Job. Die Scham ist dann manchmal so groß, dass man am liebsten kündigen möchte. Der Fluchtimpuls ist aber nie ein guter Ratgeber.

Lesetipp: Wie kann ich Jobhopping im Lebenslauf begründen?

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Wie kann ich eine Entscheidung treffen?

So können Sie eine gute Entscheidung treffen – für oder wider einen Jobwechsel:

  1. Wenn-dann-Szenarien

    Spielen Sie die verschiedenen Szenarien gedanklich durch. Was passiert im besten Fall, wenn ich den Job wechsele? Und was, wenn ich meinen aktuellen behalte? Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich das neue Jobangebot annehme und was, wenn ich es ablehne? Was mache ich, wenn der Jobwechsel nach hinten losgeht? Was müsste passieren, damit mir meine aktuelle Stelle wieder Freude bereitet? Wenn Sie jetzt noch die Wahrscheinlichkeiten für jedes Szenario abschätzen, haben Sie wichtige Orientierungspunkte.

  2. Pro- und Contra-Listen

    Notieren Sie sich alle Gründe für den Jobwechsel, die Ihnen einfallen. Und alle Gründe, die gegen einen Stellenwechsel sprechen. Die wichtigsten Argumente kommen nach vorn, die weniger wichtigen nach hinten. Damit verschaffen Sie sich einen Überblick – und machen sich die Entscheidung leichter.

  3. Prioritäten setzen

    Überlegen Sie, welche Aspekte Ihnen an einem Job am wichtigsten sind – oder welche für Sie in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen oder abgenommen haben. Das können Dinge sein wie Familienfreundlichkeit, flexible Arbeitszeiten, Home Office, Gehalt, Anfahrtszeit, Sinn, Aufgaben, Kollegen oder auch Firmenevents. Jetzt gleichen Sie Ihre Prioritäten mit Ihrem aktuellen Beruf und dem potenziellen Neu-Job ab – und können so abgleichen, ob Ihre Wünsche durch einen Jobwechsel besser erfüllt werden oder nicht.

  4. Rahmenbedingungen schaffen

    Treffen Sie eine wichtige Entscheidung wie die über einen Jobwechsel nicht intuitiv aus dem Bauch heraus. Schaffen sie dafür die richtigen Rahmenbedingungen. Dazu zählen: Schlafen Sie eine Nacht (oder zwei) darüber. Entscheiden Sie nie mit leerem Magen oder in einer Stresssituation. Stimulieren Sie die grauen Zellen durch einen Spaziergang. All das macht Ihre Entscheidung überlegte und vermutlich besser. Aber: Entscheiden Sie dann auch aktiv und lassen nicht alles einfach so geschehen. Sie sitzen im Fahrersitz Ihres Lebens!

Lesetipp: Ich habe ein neues Jobangebot. Wann kündigen?

Und falls Sie später Ihren Jobwechsel begründen müssen, etwa im Vorstellungsgespräch, dann achten Sie vor allem auf eine sogenannte Hin-zu-Motivation (siehe Video):

[Bildnachweis: encierro by Shutterstock.com]

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