Arbeitsrecht

Arbeitnehmerseitige Kündigung in Probezeit ohne ALG-Sperre

Gefragt am 20. Januar 2017, 08:19 Uhr von Cuervo Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Hallo – ich möchte in der Probezeit kündigen, aber nicht ALG gesperrt werden. Begründung: habe schon in ersten 2 Wochen 20 Überstunden (diese müssen geschenkt werden, Ausgleichsregel existiert nur auf dem Papier) versprochene neueste IT gibt es nicht, ich muss allem hinterherlaufen, auf eigenen Geräten/Telefon arbeiten. Firma erfüllt ihren Vertrag nicht, mein Stundenlohn ist bei 10+ Stunden täglich ohne Pause ein Witz. Beweisen kann ich das natürlich nicht. War grad von einem Burnout genesen und bin nun wieder kurz davor, habe keine Zeit (2H Anfahrt täglich) für andere Bewerbungen, schlafe nur noch zuhause. Wie komme ich aus dieser Nummer heraus ohne eine Sperrfrist vom Amt? Ich habe keinerlei finanzielle Reserven. Muss man erst wieder bis zur Erschöpfung/Zusammenbruch arbeiten und dann krank werden oder gibt es eine Alternative? Für Rat danke ich sehr.


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Ich fürchte, du kannst dich in dem Fall nur kündigen lassen. Selbst ein Aufhebungsvertrag (http://karrierebibel.de/aufhebungsvertrag-muster/) gilt vor der Arbeitsagentur wie eine selbst initiierte Kündigung. Folge: Sperre. Ich würde daher das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, sagen, dass du hier nicht weiterarbeiten willst und ihn bitten, dir die Kündigung auszusprechen. Weniger elegant und womöglich sogar gefährlich für die Zukunft ist, die Kündigung zu provozieren – etwa, indem du bei dem Gespräch ausrastest und dich im Ton vergreifst. Empfehle ich ausdrücklich nicht. Ich finde immer, man sollte einen vernünftigen Weg finden.


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Wenn du total erschöpft bist und zuhause nur noch schläfst, dann bist du meiner Meinung nach schon krank. Sollte ein Gespräch mit dem AG über die überlangen Arbeitszeiten nichts bewirken (auch keine Kündigung durch ihn), würde ich dir empfehlen, dich krankschreiben zu lassen.


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Es gibt vielleicht doch eine Möglichkeit:

Die Agentur für Arbeit verhängt bei Eigenkündigungen immer dann eine Sperrfrist, in der Regel 12 Wochen, wenn man für die Kündigung keinen wichtigen Grund hatte. Wenn du eine Bescheinigung von deiner Ärztin oder Arzt bringen kannst, dass diese die Beendigung des Arbietsverhältnisses dirgend anregt, weil diese negative Folgen für deine Gesundheit hat, könnte es ohne Sperrfrist klappen. Es wäre allerdings zu empfehlen, dass du beim Arbeitsamt eine sog. Vorabentscheidung einholst.


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