Welcher Beruf passt zu mir?

Welcher Beruf passt zu mir? Die Frage stellt sich jeder Mensch mindestens einmal im Leben. Manche stellen sie sich unentwegt. Immerhin ist die Entscheidung von erheblicher Tragweite. Und einfach ist sie auf keinen Fall. Erschwerend kommt hinzu, dass die Auswahl an Berufen heute so groß ist wie nie zuvor – und die Halbwertzeit von Qualifikationen augenscheinlich immer kürzer wird. Wie finde ich den Beruf, der wirklich zu mir passt?

Welcher Beruf passt zu mir?

Welcher Beruf passt zu mir?

Ein Teil der Antwort lautet: Es gibt mehr als nur EINEN Beruf, der zu einem passt. Jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen, Talente. Und die kann er auf vielerlei Art und Weise einsetzen. Sie müssen also gar nicht Ihren absoluten Traumjob finden, sondern „nur“ einen Ihrer Traumjobs. Zugegeben, das ist schwierig genug.

Wichtig auch, dass Sie sich über Ihre Berufswahl so früh wie möglich Gedanken machen – am besten noch während der Schule. Kein guter Plan ist es, erstmal ein Studium aufzunehmen und dann zu schauen, was man damit hinterher alles so anstellen kann. Erst der Plan, dann die Umsetzung – das ist die bessere Vorgehensweise. Und sie schließt keineswegs aus, dass man sich auch mal verrennt, alles über den Haufen wirft und neu anfängt.

Und auf einen ganz konkreten Beruf muss man sich ja auch gar nicht so früh festlegen. Wer zum Beispiel Informatik studiert, hält sich viele Berufsbilder offen: Softwareentwickler, IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Architekt oder IT-Consultant, um nur einige Beispiele zu nennen.

Und noch ein wichtiger Aspekt: Wirtschaft und Arbeitsmarkt sind in Bewegung. Es entstehen im Moment so viele neue Jobs, andere wiederum verschwinden in der Versenkung. Sammeln Sie so viele Inspirationen und Ideen wie möglich – so entsteht ein großer Pool an Berufsoptionen, aus denen Sie Ihre Favoriten wählen können.

Welcher Beruf passt zu mir? Hier kann man sich über Berufsbilder informieren:

  1. Berufswahltest

    Im Internet gibt es zahlreiche Berufswahltests, die Sie gerne mal durchspielen können. Aber bitte nicht zu viel in die Ergebnisse hineininterpretieren – sie geben eine grobe Orientierung, mehr nicht.

  2. Überblick

    Je mehr Berufe man überhaupt kennt, desto größer die Chancen auf eine gute Entscheidung. Unsere Schwesterseite Karrieresprung.de stellt eine Vielzahl an Jobprofilen vor – von technisch über kaufmännisch bis kreativ. Auch die Berufsprofile der Bundesagentur für Arbeit im Netz sind einen Blick wert.

  3. Praxis

    Hat man einen Beruf gefunden, der einen anspricht, gilt es zu prüfen, ob die eigenen Erwartungen der Realität standhalten. Das geht nur durch Erfahrung, zum Beispiel über Praktika, Hospitationen oder Ehrenämter. Oft stellt sich dabei heraus, dass der vermeintliche Traumjob in Wahrheit ein Rohrkrepierer ist. Oft aber ist er auch genau der richtige!

Welche Fragen sollte ich mir vor der Berufswahl stellen?

Welche Erwartungen habe ich an meinen zukünftigen Beruf? Geld, Ansehen, Abwechslung oder Sinn – oder alles auf einmal? Jeder tickt anders, und jeder bringt andere Talente mit.

Nicht vergessen: Auf der einen Seite geht es um IHRE Erwartungen, auf der anderen Seite aber auch um die des Arbeitgebers. Werden Sie seine Erwartungen erfüllen können? Sind Sie für den Beruf, den Sie sich ausgesucht haben, geeignet?

Dies sind gute Fragen, die man sich vor der Berufswahl einmal selbst stellen sollte:

  • Was macht mir Spaß?
  • Was macht mir keinen Spaß?
  • Wofür habe ich Talent?
  • Wofür habe ich kein oder weniger Talent?
  • Welche Fähigkeiten oder welches Wissen möchte ich mir gerne aneignen?
  • Was interessiert mich?
  • Was interessiert mich nicht?
  • Welche Eigenschaften halte ich für meine stärksten?
  • Welche Eigenschaften halten andere für meine stärksten?
  • Welche Berufe und Branchen haben (wahrscheinlich) eine gute Perspektive?
  • Welche Berufe und Branchen haben keine gute Perspektive?
  • Wie wichtig ist mir Geld?
  • Wie wichtig sind mir Freizeit und Work-Life-Balance?
  • Habe ich gerne viele Menschen um mich oder arbeite ich lieber alleine?
  • Wie wichtig ist mir die Reputation meines Jobs?
  • Welchen Sinn soll mein Beruf haben?

Worauf kommt es bei der Berufswahl an?

Diese Aspekte sollten bei der Berufswahl die größte Rolle spielen:

  1. Zukunft

    Ob ein Beruf Zukunft hat oder nicht, ist nicht in jedem Einzelfall leicht zu beantworten. Aber auf aktuelle Entwicklungen sollte man durchaus Rücksicht nehmen. Dass es in 20 Jahren noch Ärzte und Ingenieure, Rechtsanwälte und Lehrer geben wird, davon können wir ausgehen. Aber es gibt auch Berufe, die schon heute Rückzugsgefechte ausfechten. Zum Beispiel der Bankkaufmann, der aufgrund von Filialschließungen immer seltener wird. Oder der Tageszeitungsredakteur. Diese Berufe könnten natürlich auch ein Comeback feiern – in abgewandelter Form möglicherweise. Und es gibt auch ganz andere Berufe, die neu entstehen. Data Scientist, Feelgood Manager oder E-Sports-Manager etwa. Auch professioneller Influencer und Youtuber kann man heute gut und gerne als Beruf bezeichnen.

  2. Passung

    Ja, für jeden Topf gibt es einen Deckel. Aber auf einen Topf passt eben auch nicht jeder Deckel. Eine gewisse Passung sollte vorhanden sein, nicht nur in Bezug auf Skills und Qualifikationen. Ob Personen mit zwei linken Händen als Tischler glücklich werden, ist fraglich. Wer nach einem hohen Einkommen strebt, sollte lieber nicht Florist werden. Aber: Man muss Prioritäten setzen. Unwahrscheinlich, dass ein Beruf alle Erwartungen, die man an ihn hat, erfüllt. Abstriche machen muss jeder. Am besten, der Beruf erfüllt so viele Erwartungen wie möglich – und vor allem die wichtigsten. Klar ist auch, dass man im Laufe der Jahre die Begeisterung – und die Identifikation mit dem Beruf – verlieren kann. Berufspolitiker, die entnervt aufgeben oder Investmentbanker, die das Gebaren ihrer Branche leid sind. Manchmal findet man erst im Laufe des Berufslebens heraus, dass der Job doch nicht der richtige ist. Manchmal aber übertrifft der Job auch alle Erwartungen…

Welche Berufe gibt es?

Hier sind einige Ideen für die Berufswahl. Aber Achtung: Lassen Sie sich von der Kategorisierung nicht täuschen, die Rubriken überschneiden sich. Es sollen hier keine künstlichen Grenzen gezogen werden. Nur weil jemand ein Naturliebhaber ist, muss er keinen Beruf für Naturmenschen ergreifen. Wer handwerklich geschickt ist, muss nicht Handwerker werden und wer ein Faible für Zahlen hat, nicht Controller oder Steuerberater.

Jeder Beruf hat mehrere Facetten. Und jeder Mensch ebenfalls. Ein Zahlenmensch kann gleichzeitig Sprachtalent, Naturliebhaber und kinderlieb sein. Und ein Beruf für Sprachtalente kann genauso gut für Techniker attraktiv sein.

Aber die folgende Liste kann Ihnen dennoch helfen, interessante Berufe zu finden, die Auswahl einzugrenzen und eine Vorauswahl zu treffen.

[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

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4. März 2020 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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