Wie finde ich einen Nebenjob?

Ein Nebenjob ist die einfachste Möglichkeit, nebenher etwas Geld zu verdienen. Die Palette an Jobmöglichkeiten ist bunt. Es gibt Nebenjobs für Studierende und Rentner, im Büro und in der Küche, draußen und drinnen. In manchen Fällen aber dürfen Sie einen Nebenjob gar nicht erst annehmen…

Wie finde ich einen Nebenjob?

Wer braucht einen Nebenjob?

Ob Sie einen Nebenjob brauchen, entscheiden Sie natürlich selbst. Klar ist, dass eine Nebenbeschäftigung Ihr Konto auffüllt und auch andere Vorteile bietet (dazu gleich mehr). Besonders attraktiv sind Nebenjobs für…

  • Studierende
  • Schüler
  • Berufstätige mit geringem Einkommen
  • Väter oder Mütter kleiner Kinder
  • Rentner

Welche Vorteile hat ein Nebenjob?

Ein Nebenjob hat insbesondere diese Vorteile: Sie…

  • …bessern Ihre Haushaltkasse auf und haben ein höheres Einkommen.
  • …lernen neue Leute kennen und vergrößern Ihr Netzwerk.
  • …sammeln neue und wertvolle Erfahrungen.
  • …erwerben berufliche Referenzen und werten Ihren Lebenslauf auf.

Dabei kommt es natürlich ganz auf Ihren Nebenjob, auf Inhalte und Leute an. Ein sinnentleerter, mies bezahlter Job mit missgünstigen Kollegen und einem cholerischen Chef beschert Ihnen sicherlich mehr Nachteile als Vorteile. Viele Nebenjobs aber zahlen sich aus – auf mehreren Ebenen…

Welche Nebenjobs gibt es?

Nebenjobs gibt es für jede Erfahrungs- und Kompetenzstufe, für jede Tageszeit und jede Persönlichkeit. Hier sind einige Anregungen für Sie:

Nebenjobs für Schüler

  • Gartenarbeit
  • Babysitter
  • Zeitungszusteller
  • Lieferdienst (mit Fahrrad)
  • Housesitter
  • Nachhilfelehrer

Nebenjobs für Studenten

  • Werkstudent
  • Praktikant
  • Tutor
  • Kellner
  • Verkäufer
  • Kassierer
  • Fundraiser
  • Promoter
  • Nachhilfelehrer
  • Animateur
  • Marktforschung
  • Maskottchen (Freizeitpark, Sport)
  • Ferienbetreuung
  • Messehostess
  • Umzugshelfer
  • Bürohilfe

Nebenjobs für Rentner und Senioren

  • Hausmeister
  • Briefzusteller und Werbepostzusteller
  • Putz- und Reinigungshilfe
  • Bürohilfe
  • Zählerableser
  • Tierbetreuung
  • Mentor (Praktikantenbetreuung)

Noch mehr Nebenjobs

  • Haushaltshilfe
  • Kurierfahrer
  • Chauffeur
  • Taxifahrer
  • Statist und Komparse
  • Callcenter-Agent
  • Produkttester
  • Crowdworker
  • Blutspender
  • Proband
  • Fremdenführer und Stadtführer
  • Küchenhilfe
  • Lagerhelfer

Wo finde ich einen Nebenjob?

Wenn Sie einen Nebenjob suchen, müssen Sie unter normalen Umständen keinen Bewerbungsmarathon durchlaufen. Es geht meist ganz schnell, ganz einfach. Hier können Sie Nebenjobs finden:

  • Jobbörsen wie Karrieresprung, Stepstone oder Indeed
  • Regionale Anzeigenportal wie Ebay Kleinanzeigen oder Meinestadt.de
  • Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
  • Anzeigen in der lokalen Tageszeitung
  • Aushänge direkt im Geschäft
  • Anzeigen auf der Homepage oder Facebook-Seite des Unternehmens
  • Auf eigene Faust per Anruf oder durch Vorbeigehen

Nebenjobs in Ihrer Stadt

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Kann mir mein Arbeitgeber einen Nebenjob verbieten?

Grundsätzlich: Nein. Es gibt kein Gesetz, das Nebentätigkeiten verbietet. Ein pauschales Verbot darf der Arbeitgeber nicht in Ihren Arbeitsvertrag hineinschreiben.

Aber: Nicht jede Nebentätigkeit ist zulässig. Bestimmte Nebenjobs kann Ihnen der Arbeitgeber also sehr wohl untersagen. Nämlich dann, wenn Ihr Nebenjob gegen die „berechtigten Interessen des Hauptarbeitgebers verstößt“.

Dies kann der Fall sein, wenn …

  • Sie nebenher bei der Konkurrenz jobben.
  • Sie durch den Zweitjob die gesetzliche Arbeitszeit von 48 Stunden pro Woche überschreiten oder die vorgeschriebene Ruhepause von elf Stunden zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn unterschreiten.
  • Ihre Arbeitskraft durch den Nebenjob beeinträchtigt wird, weil Sie etwa nicht mehr erreichbar oder ständig ermüdet sind.
  • der Nebenjob mit dem Hauptarbeitgeber inhaltlich unvereinbar ist, Sie beispielsweise gleichzeitig als Pelzverkäufer und für die Tierschutzorganisation PETA arbeiten wollen.

Muss ich meinem Arbeitgeber einen Nebenjob melden?

Es kommt auf die Regelungen im Arbeitsvertrag an. Manche Verträge enthalten Klauseln, die vom Arbeitnehmer die Meldung einer Nebentätigkeit verlangen. Dieser vertraglich fixierten Pflicht müssen Sie dann auch nachkommen.

Ohnehin ist es auch ohne Verpflichtung meist ratsam, dem Chef einen Nebenjob zu melden – als eine Art vertrauensbildende Maßnahme.

In welche Steuerklasse fällt die Nebenbeschäftigung?

Arbeitnehmer dürfen mit einem Nebenjob 450 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen.

Für eine Nebentätigkeit, die Sie zusätzlich zum Hauptjob ausüben, wird Ihnen Steuerklasse sechs zugeschrieben. In Steuerklasse sechs fallen hohe Abgaben an. Kommen Sie mit Ihrem Nebenjob über 450 Euro monatlich, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben, können sich einen großen Teil der Abgaben dadurch aber zurückholen.

Wenn Sie unter der Grenze von 450 Euro pro Monat liegen, hat Ihr Arbeitgeber die Möglichkeit, alternativ zur Versteuerung für Sie zwei Prozent des monatlichen Bruttoverdienstes als Pauschsteuer abzuführen. Weitere Abgaben müssen Sie als Arbeitnehmer nicht leisten.

Hier finden Sie alle Informationen zu den einzelnen Steuerklassen.

Wie wirkt sich ein Nebenjob auf Arbeitslosengeld aus?

Sie können auch einen Nebenjob aufnehmen, wenn Sie arbeitslos gemeldet sind und Arbeitslosengeld beziehen.

Mehr als 15 Stunden pro Woche dürfen Sie allerdings nicht arbeiten, andernfalls entfällt Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld. Auch wirkt sich Ihr Nebenverdienst auf die Höhe des Arbeitslosengeldes aus. Bis zu 165 Euro im Monat können Sie mit Ihrem Nebenjob dazuverdienen. Alle Beträge darüber hinaus werden angerechnet, so dass Sie weniger Arbeitslosengeld erhalten.

Hier finden Sie alle Informationen zum Arbeitslosengeld.

Darf ich während der Kurzarbeit einen Nebenjob haben?

Ja. Kurzarbeiter können mit einem Nebenjob problemlos Ihr Einkommen aufstocken – bis zu dem Betrag, den Sie vorher verdient haben. Nur wenn Sie mit Ihrem Nebenjob Ihr vorheriges Nettogehalt überschreiten, müssen Sie eine Anrechnung auf Ihr Kurzarbeitergeld befürchten.

Beispiel: Sie haben vor Beginn der Kurzarbeit 1800 Euro netto monatlich verdient. In der Kurzarbeit sind es nun 1440 Euro netto. Mit Ihrem Nebenjob dürfen Sie demzufolge noch maximal 360 Euro pro Monat hinzuverdienen.

Wenn Sie Ihren Nebenjob schon vor dem Bezug des Kurzarbeitergeldes begonnen haben, steht dieser in keinem Verhältnis zur Kurzarbeit. Sie können ihn weiter ausüben, eine Anrechnung findet nicht statt.

[Bildnachweis: Travelpixs by Shutterstock.com]

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5. Oktober 2020 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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