Auf welche Regelungen im Arbeitsvertrag muss ich achten?

Hallo,

heute ist mein Arbeitsvertrag zur Unterschrift gekommen. Der AG hat selbst noch nicht unterschrieben. Zwei Dinge machen mich stutzig:

Es wurde wie besprochen auf die Befristung hingewiesen. Es gibt jedoch keine konkrete Angabe zu einem Zeitraum. Stattdessen steht nur drin, dass das Arbeitsverhältnis mit Rückkehr der ursprünglichen Stelleninhaberin (bald in Elternzeit) endet.

Die Kündigungsfrist nach der Probezeit beträgt zwei Monate.

Jetzt frage ich mich, ob es besser ist, einen Mindestzeitraum für die Befristung zu verlangen oder zumindest die Kündigungsfrist nochmal zu besprechen. Oder ist der Zug mit der Zusendung des Vertrages schon abgefahren?

 

 

Bei der Befristung dürfte es sich um eine sogenannte Sachgrundbefristung handeln. Der Vertrag endet
regelmäßig mit Wegfall des Sachgrundes, der Grundlage für die Befristung war. In deinem Fall dürfte der
Sachgrund, Vertretung für Elternzeit einer Mitarbeiterin, sein. Wenn diese aus der Elternzeit zurückkehrt,
endet folglich dein Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber muss demnach kein Beendigungszeitpunkt für diese Art
der Befristung in den Vertrag aufnehmen. Oftmals kann er dies auch garnicht, weil er selbst nicht weiß,
wann die Mitarbeiterin zurückkommt.

Da du verständlicherweise aber eine gewisse Plangungssicherheit haben möchtes, kannst du doch deinen
Arbeitgeber bitten, zunächst eine sachgrundlose Befristung für maximal 2 Jahre zu vereinbaren und danach
gegebenfalls, falls noch aktuell, eine Sachgrundbefristung wegen Elternzeitvertretung.

 

 

Wenn mich nicht alles täuscht, darf die Elternzeit auch später noch nachträglich verlängert werden unter Einhaltung einer 7-wöchigen Benachrichtigungsfrist an den Arbeitgeber. Dennoch wird es eine erste grundsätzliche Absprache mit der Mitarbeiterin gegeben haben, ob die Elternzeit zunächst für 1, 2 oder 3 Jahre genommen wird. Und dieser Zeitraum sollte dann auch im Arbeitsvertrag erscheinen. Schön wäre eine Vereinbarung, dass man sich gegen Ende dieser Zeit über eine mögliche Verlängerung des Vertrages unterhält.

 

 

Ich würde auf jeden Fall darauf bestehen, dass im Arbeitsvertrag der Zeitraum genau festgelegt wird. Wann die Kollegin zurückkehrt, steht ja auch schon fest. Die muss die Elternzeit ja auch anmelden und sagen, ob sie 1, 2 oder 3 Jahre wegbleibt.

 

 

Hallo,

heute ist mein Arbeitsvertrag zur Unterschrift gekommen. Der AG hat selbst noch nicht unterschrieben. Zwei Dinge machen mich stutzig:

Es wurde wie besprochen auf die Befristung hingewiesen. Es gibt jedoch keine konkrete Angabe zu einem Zeitraum. Stattdessen steht nur drin, dass das Arbeitsverhältnis mit Rückkehr der ursprünglichen Stelleninhaberin (bald in Elternzeit) endet.

Die Kündigungsfrist nach der Probezeit beträgt zwei Monate.

Jetzt frage ich mich, ob es besser ist, einen Mindestzeitraum für die Befristung zu verlangen oder zumindest die Kündigungsfrist nochmal zu besprechen. Oder ist der Zug mit der Zusendung des Vertrages schon abgefahren?

 

 

Bei der Befristung dürfte es sich um eine sogenannte Sachgrundbefristung handeln. Der Vertrag endet
regelmäßig mit Wegfall des Sachgrundes, der Grundlage für die Befristung war. In deinem Fall dürfte der
Sachgrund, Vertretung für Elternzeit einer Mitarbeiterin, sein. Wenn diese aus der Elternzeit zurückkehrt,
endet folglich dein Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber muss demnach kein Beendigungszeitpunkt für diese Art
der Befristung in den Vertrag aufnehmen. Oftmals kann er dies auch garnicht, weil er selbst nicht weiß,
wann die Mitarbeiterin zurückkommt.

Da du verständlicherweise aber eine gewisse Plangungssicherheit haben möchtes, kannst du doch deinen
Arbeitgeber bitten, zunächst eine sachgrundlose Befristung für maximal 2 Jahre zu vereinbaren und danach
gegebenfalls, falls noch aktuell, eine Sachgrundbefristung wegen Elternzeitvertretung.

 

 

Wenn mich nicht alles täuscht, darf die Elternzeit auch später noch nachträglich verlängert werden unter Einhaltung einer 7-wöchigen Benachrichtigungsfrist an den Arbeitgeber. Dennoch wird es eine erste grundsätzliche Absprache mit der Mitarbeiterin gegeben haben, ob die Elternzeit zunächst für 1, 2 oder 3 Jahre genommen wird. Und dieser Zeitraum sollte dann auch im Arbeitsvertrag erscheinen. Schön wäre eine Vereinbarung, dass man sich gegen Ende dieser Zeit über eine mögliche Verlängerung des Vertrages unterhält.

 

 

Ich würde auf jeden Fall darauf bestehen, dass im Arbeitsvertrag der Zeitraum genau festgelegt wird. Wann die Kollegin zurückkehrt, steht ja auch schon fest. Die muss die Elternzeit ja auch anmelden und sagen, ob sie 1, 2 oder 3 Jahre wegbleibt.

 

 

25. Oktober 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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