Was kommt in den Briefkopf der E-Mail-Bewerbung?

In zahlreichen Stellenanzeigen steht heute der Hinweis, Bewerber mögen Ihre vollständige Bewerbung bitte per E-Mail schicken. Keine Frage, das spart Porto, Papier und Zeit. Aber wie sehen in diesem Fall der Aufbau und die Gestaltung einer E-Mail-Bewerbung aus? Insbesondere: Was kommt in den Briefkopf der E-Mail-Bewerbung? Hier erhalten Sie konkrete Tipps und Tricks…

Was kommt in den Briefkopf der E-Mail-Bewerbung?

Was kommt in den Briefkopf der E-Mail-Bewerbung?

Zunächst einmal sind die „vollständigen Bewerbungsunterlagen“ bei der Bewerbung per Mail dieselben wie in der klassischen Bewerbungsmappe auf Papier. Sie bestehen aus:

  • Anschreiben (oder Motivationsschreiben)
  • Tabellarischem Lebenslauf (mit Bewerbungsfoto)
  • Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen)

Der Unterschied ist allerdings, dass Sie all diese Dokumente zuvor in einem PDF zusammenfügen und dieses an die E-Mail anhängen.

  • Diese Datei sollte eindeutig benannt werden, damit sie stets zugeordnet werden kann. Also zum Beispiel: Vorname-Name-Bewerbung-Position.pdf.
  • Und der Anhang sollte zwei bis drei Megabyte nicht übersteigen, da das Dokument sonst an der Firewall der Unternehmen scheitern könnte und der Download auch einfach lästig lange dauert.

Bleibt allerdings die Frage:

Was schreiben Sie dann in die E-Mail?

Hier haben Sie wiederum zwei Optionen:

  1. Sie verwenden denselben Text wie in Ihrem Anschreiben. In diesem Fall gehört das Anschreiben aber nicht mehr in das Sammel-PDF. Das wäre redundant und eine unnütze Doublette.
  2. Sie formulieren für die E-Mail-Bewerbung ein eigenes Anschreiben, das dafür knapper ausfällt als im Bewerbungsschreiben. Hier reicht zur Not auch ein Dreizeiler:

    Beispieltext für die E-Mail-Bewerbung

    Sehr geehrte Frau Personalerin,

    bitte finden Sie im Anhang dieser E-Mail meine Bewerbung auf Ihre Stelle als ______________. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich freue mich auf die Chance zu einem persönlichen Gespräch.

    Mit freundlichen Grüßen

    VORNAME NAME

Ihre Kontaktdaten packen Sie idealerweise zusätzlich in die Signatur der E-Mail. Hierzu zählen nochmals:

  • Vorname, Name
  • Anschrift
  • Telefon und E-Mail-Adresse

Auch wenn es auf den erste Blick widersinnig klingt: Bitte wiederholen Sie Ihre E-Mail-Adresse. Falls Ihre E-Mail-Bewerbung im Unternehmen ein paarmal weitergeleitet wird, muss man nicht lange nach Ihren Kontaktinformationen suchen. Sie stehen alle zusammen in der Signatur.

Bleibt noch die Frage nach dem Briefkopf – in diesem Fall gleichbedeutend mit der Betreffzeile der E-Mail.

Insbesondere bei der E-Mail-Bewerbungen kommt der Betreffzeile besondere Bedeutung zu. Sie ist das Entree zur Ihrer Bewerbung und vermittelt gleich einen ersten (und wichtigen) Eindruck beim Arbeitgeber, bevor der die E-Mail überhaupt öffnet.

Falls Sie sich auf eine konkrete Stellenanzeige bewerben, sollte der Betreff das Wort „Bewerbung„; den Job, auf den Sie sich bewerben sowie (falls vorhanden) die Kennziffer der Stellenanzeige enthalten. Das erleichtert der Personalabteilung, Ihre Bewerbung zuzuordnen. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Bewerbung für Ihre Stelle als ___________ – Referenz-Nr. 0815-123

Bei sogenannten Blindbewerbungen sollte ebenfalls der Begriff „Bewerbung“ fallen, gefolgt von einer persönlichen Anrede und einem Slogan.


Extra-Tipp

Auch wenn es sich um eine E-Mail handelt – ein lockerer Jargon ist generell tabu. Halten Sie also bitte alle nötigen Formalismen ein: Anrede, Grußformel, Name, Signatur, … Und achten Sie zudem auf Sonderzeichen (€ statt Euro oder % statt Prozent) und Umlaute. Je nach Empfangssoftware werden diese nicht richtig angezeigt, was zu Verwirrungen führen kann. Daher Sonderzeichen immer besser ausschreiben.

[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]
2. November 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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