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Welche Anrede in der Bewerbung verwende ich?

Im Internet finden sich zahlreiche Stellenanzeigen – in Online-Jobbörsen, in sozialen Netzwerken, auf den Karriereseiten der Arbeitgeber. Was, wenn in der Stellenanzeige kein Ansprechpartner genannt wird? Welche Anrede in der Bewerbung verwende ich? So viele Alternativen gibt es leider gar nicht, dafür aber umso mehr Fettnäpfchen…

Welche Anrede in der Bewerbung verwende ich?

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Welche Anrede in der Bewerbung verwende ich?

Wenn Ihnen der Name Ihres Ansprechpartners im Unternehmen bekannt ist, dann schreiben Sie ihn in der Bewerbung persönlich an mit „Sehr geehrte Frau Meyer“ oder „Sehr geehrter Herr Müller“. Das ist höflich und zeigt, dass Sie sich zuvor ausreichend informiert haben.

Welche Anrede in der Bewerbung bei mehreren Ansprechpartnern?

Bei mehreren Ansprechpartnern schreiben Sie möglichst alle Namen in die gleiche Zeile hintereinander: „Sehr geehrte Frau Schmidt, sehr geehrter Herr Schmitt“. Den ranghöheren Ansprechpartner nennen Sie zuerst. Falls der Ranghöhere nicht bekannt ist, können Sie alternativ nach dem Prinzip Ladys first zuerst die Frau(en) nennen oder alphabetisch vorgehen.

Welche Anrede bei akademischem Grad?

Sofern Ihr Ansprechpartner einen höheren akademischen Grad hat, nehmen Sie diesen in Ihre Anrede mit auf und schreiben „Sehr geehrter Herr Prof. Gerber“ oder „Sehr geehrte Frau Dr. Köhler“. Bei mehreren akademischen Titeln nennen Sie nur den höheren, bei einem Prof. Dr. also ausschließlich den Prof. Auf alle anderen akademischen Grade können Sie in der Anrede grundsätzlich verzichten, also auf Dipl-Ing., Mag., BA oder MA. Sie zu nennen ist nicht üblich und würde aufgeblasen wirken. Falls Sie in der Anrede auch auf das Prof. oder Dr. verzichten oder es vergessen, ist dies ebenfalls verzeihlich. Ein Ausschlusskriterium sollte es jedenfalls nicht darstellen – es sei denn, Ihr Ansprechpartner hat ein übersteigertes Ego.

Lesetipp: Was bedeutet der Titel Prof. Dr. Prof. h.c. mult.?
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Welche Anrede ohne Ansprechpartner verwende ich?

Wenn Sie den Namen des richtigen Ansprechpartners für Ihre Bewerbung nicht kennen, dann haben Sie zwei Möglichkeiten. Erste ist es, den Namen durch eigene Recherche herauszufinden. Die zweite Möglichkeit: Sie wählen die neutrale Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“. Sie ist zwar altmodisch und wenig originell, aber mit ihr sind Sie auf der sicheren Seite – sofern sich der Name Ihrer Kontaktperson nicht ohne Weiteres herausfinden lässt. Deutlich besser als ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist aber eine persönliche Anrede im Anschreiben.

Welche Anrede statt Sehr geehrte Damen und Herren?

Eine wirkliche Alternative zur Anrede „Sehr geehrte/r“ in einer Bewerbung gibt es ehrlicherweise nicht. Die Anreden „Hallo“, „Lieber“ oder „Guten Tag“ mögen in einer Mail oder einem Brief angemessen sein. In einem formellen Anschreiben sind sie es nicht – auch dann nicht, wenn Sie den Ansprechpartner persönlich kennen. Wenn Sie die Anrede „Sehr geehrte“ aus irgendwelchen Gründen unbedingt weglassen wollen, dann entscheiden Sie sich am besten für die Alternative „Guten Tag“.

Lesetipp: Kann ich im Bewerbungsschreiben duzen?

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Wie finde ich den Namen des Ansprechpartners heraus?

Eine persönliche Anrede im Anschreiben bringt Bewerbern Pluspunkte. Darum lohnt es sich, ein wenig Zeit und Mühe in die Recherche zu investieren. Aber wie findet man den Namen des korrekten Ansprechpartnern heraus? So geht’s…

Webseite:

Manchmal finden Sie die Hinweise schon auf der Karriereseite des Arbeitgebers. Manchmal auch auf der Webseite des Unternehmens, wenn die Personalabteilung dort detailliert aufgeführt wird. Auch können Sie über das Impressum der Website an die Telefonnummer gelangen und sich zur Personalabteilung durchfragen. Möglicherweise helfen Ihnen auch die zuständigen Mitarbeiter der Social-Media-Auftritte bei Facebook, Twitter oder Instagram weiter, wenn man sie höflich danach fragt.

Telefonat:

Sagen Sie in diesem Fall, dass Sie großes Interesse an der Stelle haben, aber nicht wissen, an wen Sie Ihre Bewerbung adressieren sollen. Und „Sehr geehrte Damen und Herren“ wäre ja wohl ein bisschen unpersönlich… Schon sind Sie mit den Personalern im Gespräch. Vielleicht finden die Ihr Engagement so interessant, dass sie mit Ihnen gleich ins Plaudern kommen und Ihnen die persönliche E-Mail-Adresse geben. Damit würden Sie sich schon von anderen Bewerbern abheben. Im Grunde können Sie dabei nicht verlieren, nur gewinnen. Also nur Mut: Frechheit siegt!

Persönlichkeit:

Es ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube, zu denken, wer keinen Ansprechpartner nennt, will auch nicht angerufen werden. Natürlich will man in der Personalabteilung nicht von jedem angerufen werden, aber das macht eben auch nicht jeder. Entsprechend wirkt das wie ein erster Filter. Hinzu kommt: Es gibt IMMER einen zuständigen Sachbearbeiter für die jeweilige Stelle. Den direkt zu adressieren, ist sicher nicht lästig – es kommt dabei allein auf das WIE an. Klar, wer hier aufdringlich und grob agiert, punktet nicht. Aber mit entsprechendem Charme lassen sich zahlreiche Türen öffnen.

Neugier:

Es gilt die Devise Wer fragt, gewinnt. Es ist vor allem eine Chance, sich von der Masse abzuheben und persönlicher zu werden. Oder vielleicht am Telefon noch ein paar Extra-Informationen zu bekommen. Und nur darum geht es: Nicht nur Detektiv spielen, sondern die eigenen Bewerbungschancen verbessern. Schließlich will man ja den Job. Masse statt Klasse können alle anderen schon…

Lesetipp: Bewerbung ohne Foto: Ja oder nein?

[Bildnachweis: Halfpoint by Shutterstock.com]

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