Wer zahlt die Fahrtkosten im Praktikum?

Ob Schülerpraktikum, Wochenpraktikum oder Pflichtpraktikum: Wenn die Arbeitsstätte nicht gleich um die Ecke liegt, fallen meist Fahrtkosten an. Sei es für das eigene Auto oder bei der Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr (also Bus oder Bahn). Da Praktikanten ohnehin wenig bis gar nichts während des Praktikums verdienen, stellt sich für viele die Frage: Wer zahlt eigentlich meine Reisekosten beziehungsweise Fahrtkosten zum Betrieb? Leider dürfte die Antwort vielen nicht gefallen…

Wer zahlt die Fahrtkosten im Praktikum?

Wer zahlt die anfallenden Fahrtkosten beim Praktikum?

Bei einer Bewerbung ist das noch relativ eindeutig: Lädt das Unternehmen zum Vorstellungsgespräch ein und ist nichts anderes vereinbart, übernimmt der Gastgeber (also der potenzielle Arbeitgeber) die Anfahrts- und Abreisekosten.

Beim Praktikum sieht das anders aus: Hier wird – wenn überhaupt – ein Praktikumsvertrag geschlossen. Der ist dem normalen Arbeitsvertrag ähnlich. Hierin werden ebenfalls der Arbeitsort, die Arbeiszeiten und Arbeitsinhalte geregelt.

Werden darin Reisekosten und Fahrtkosten nicht explizit angesprochen und geregelt, gilt im Praktikum das, was bei der normalen Arbeit auch gilt: Das sogenannte Wegerisiko liegt beim Arbeitnehmer – in diesem Fall beim Praktikanten.

Heißt: Wie Sie zur Arbeit kommen, ist Ihnen überlassen. Es ist Ihre freie Entscheidung, ob Sie mit dem Rad, mit dem Auto, mit Bus oder Bahn zur Arbeit erscheinen. Sie müssen nur pünktlich sein (deswegen WegeRISIKO – bei etwaigen Verkehrsbehinderungen ist es Ihre Pflicht dann eben früher loszufahren). Und Sie müssen die Fahrtkosten hierfür selber tragen.

Das gilt erst recht, wenn es keinen Praktikumsvertrag gibt und nichts dazu besprochen wurde.

Daraus leitet sich entsprechend eine dringende Empfehlung für Praktikanten ab:

Sprechen Sie das Thema Fahrkostenzuschuss oder gar Fahrtkostenübernahme VOR Beginn des Praktikums an. Letztlich sind ist die Frage nach den Fahrtkosten reine Verhandlungssache. Wer nicht fragt, bekommt meist auch nichts. Fragen Sie also nach und versuchen Sie wenigstens einen Zuschuss für den ÖPNV zu bekommen – erst recht, wenn das Praktikum unbezahlt ist. Sonst zahlen Sie für die Arbeit, die Sie leisten, auch noch drauf.

[Bildnachweis: Karrierefragen.de]
20. November 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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