Sollte ich kündigen trotz ablaufendem Vertrag?

Hallo,
ich habe einen Vertrag von 2 Jahren, er läuft am 30.11.2016 aus. Ich will keine Verlängerung. Der Arbeitgeber verlangt aber eine fristgerechte Kündigung, die ich jetzt nicht mehr einhalten kann.
Der Vertrag läuft doch aus, wieso verlangt er dann eine Kündigung?
Danke schon mal im voraus.

 

 

Ich kann auch nur von einer Eigenkündigung abraten, da die sozialversicherungsrechtlichen Nachteile enorm sein können. Wahrscheinlich ist die derzeitige Befristung tatsächlich wegen der Vorbeschäftigung unwirksam und der Arbeitgeber vermutet ohne Eigenkündigung eine erfolgreiche Entfristungsklage. Allerdings müsste man diese spätestens 3 Wochen nach Auslauf der Befristung beim Arbeitsgericht geltend machen. Wenn der Arbeitgeber so scharf ist auf eine vertragsbeendende Kündigung, dann soll er doch kündigen und man schließt danach dann einen Aufhebungsvertrag zum 30. November 2016, da du da ja auch nicht mehr hin willst.

 

 

wenn ich es richtig verstehe: Du warst bei dem gleichen Arbeitgeber schon beschäftigt und bekamst dann einen Vertrag von 2 Jahren? Falls ja ist die Sache klar: Falls es sich um eine sachgrundlose Befristung handelt, wäre diese aufgrund der Vorbeschäftigung bei dem gleichen Arbeitgeber unwirksam. Ohne Kündigung durch Dich könntest Du auf Entfristung klagen, da Du Dich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befindest. Daran ändert auch ein neues Vertragsdokument nichts. Eigentlich eine gute Basis für Verhandlungen und sollte dem so sein natürlich keine Eigenkündigung aussprechen.

 

 

Du sagst denen einfach mündlich, dass du den Vertrag auslaufen lässt und kommst nach Vertragsende nicht mehr an deinen Arbeitsplatz.

 

 

Das mit dem Arbeitsamt weiß ich.
Ich war vorher ca. ein Jahr als Aushilfe auf 450€ Basis dort beschäftigt.Da konnte ich aber auch jeden Tag kündigen. Das war ja auch ein ganz anderer Vertrag, Doch dann wurde ich bequatscht dort als Teilzeit anzufangen.

Hat das was damit zu tun, dass ich vorher dort schon angestellt war?
Aber das mit der fristgerechten Kündigung (4 Wochen) krieg ich doch nicht mehr hin und länger als nötig will und kann ich da nicht mehr arbeiten. Was kann ich da jetzt noch machen?

 

 

Solltest Du einen auf 2 Jahre befristeten Vertrag haben, läuft dieser automatisch aus, ohne, dass es einer Kündigung bedarf. Möglicherweise liegt hier etwas mit der Befristung im argen? Handelt es sich um eine sachgrundlose Befristung? Wenn etwas mit der Berfristung fehlehaft wäre, könnte dieses Verlangen nach einer Kündigung Sinn machen. Dann müßte der Arbeitgeber keine Entfristungsklage mehr fürchten. Ist aber nur eine Vermutung.

 

 

Das mit der Kündigung halte ich auch für Quatsch. Lass den Vertrag auslaufen und gut ist´s. Solltest du dich nicht drei Monate vor Vertragsablauf bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend gemeldet haben, droht dir allerdings eine kurze Sperrzeit beim Arbeitslosengeldbezug.

 

 

Verstehe ich offen gestanden auch nicht. Wenn es ein befristeter Arbeitsvertrag ist, bedarf der keiner zusätzlichen Kündigung. Würde ich an deiner Stelle auch nicht machen – könnte zur Sperre beim Arbeitsamt führen. Lieber auslaufen lassen, dann zahlt die Arbeitsagentur im Zweifel auch direkt im Anschluss. Voraussetzung allerdings: Du hast dich rechtzeitig dort als bald „arbeitslos“ gemeldet…

 

 

Hallo,
ich habe einen Vertrag von 2 Jahren, er läuft am 30.11.2016 aus. Ich will keine Verlängerung. Der Arbeitgeber verlangt aber eine fristgerechte Kündigung, die ich jetzt nicht mehr einhalten kann.
Der Vertrag läuft doch aus, wieso verlangt er dann eine Kündigung?
Danke schon mal im voraus.

 

 

Ich kann auch nur von einer Eigenkündigung abraten, da die sozialversicherungsrechtlichen Nachteile enorm sein können. Wahrscheinlich ist die derzeitige Befristung tatsächlich wegen der Vorbeschäftigung unwirksam und der Arbeitgeber vermutet ohne Eigenkündigung eine erfolgreiche Entfristungsklage. Allerdings müsste man diese spätestens 3 Wochen nach Auslauf der Befristung beim Arbeitsgericht geltend machen. Wenn der Arbeitgeber so scharf ist auf eine vertragsbeendende Kündigung, dann soll er doch kündigen und man schließt danach dann einen Aufhebungsvertrag zum 30. November 2016, da du da ja auch nicht mehr hin willst.

 

 

wenn ich es richtig verstehe: Du warst bei dem gleichen Arbeitgeber schon beschäftigt und bekamst dann einen Vertrag von 2 Jahren? Falls ja ist die Sache klar: Falls es sich um eine sachgrundlose Befristung handelt, wäre diese aufgrund der Vorbeschäftigung bei dem gleichen Arbeitgeber unwirksam. Ohne Kündigung durch Dich könntest Du auf Entfristung klagen, da Du Dich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befindest. Daran ändert auch ein neues Vertragsdokument nichts. Eigentlich eine gute Basis für Verhandlungen und sollte dem so sein natürlich keine Eigenkündigung aussprechen.

 

 

Du sagst denen einfach mündlich, dass du den Vertrag auslaufen lässt und kommst nach Vertragsende nicht mehr an deinen Arbeitsplatz.

 

 

Das mit dem Arbeitsamt weiß ich.
Ich war vorher ca. ein Jahr als Aushilfe auf 450€ Basis dort beschäftigt.Da konnte ich aber auch jeden Tag kündigen. Das war ja auch ein ganz anderer Vertrag, Doch dann wurde ich bequatscht dort als Teilzeit anzufangen.

Hat das was damit zu tun, dass ich vorher dort schon angestellt war?
Aber das mit der fristgerechten Kündigung (4 Wochen) krieg ich doch nicht mehr hin und länger als nötig will und kann ich da nicht mehr arbeiten. Was kann ich da jetzt noch machen?

 

 

Solltest Du einen auf 2 Jahre befristeten Vertrag haben, läuft dieser automatisch aus, ohne, dass es einer Kündigung bedarf. Möglicherweise liegt hier etwas mit der Befristung im argen? Handelt es sich um eine sachgrundlose Befristung? Wenn etwas mit der Berfristung fehlehaft wäre, könnte dieses Verlangen nach einer Kündigung Sinn machen. Dann müßte der Arbeitgeber keine Entfristungsklage mehr fürchten. Ist aber nur eine Vermutung.

 

 

Das mit der Kündigung halte ich auch für Quatsch. Lass den Vertrag auslaufen und gut ist´s. Solltest du dich nicht drei Monate vor Vertragsablauf bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend gemeldet haben, droht dir allerdings eine kurze Sperrzeit beim Arbeitslosengeldbezug.

 

 

Verstehe ich offen gestanden auch nicht. Wenn es ein befristeter Arbeitsvertrag ist, bedarf der keiner zusätzlichen Kündigung. Würde ich an deiner Stelle auch nicht machen – könnte zur Sperre beim Arbeitsamt führen. Lieber auslaufen lassen, dann zahlt die Arbeitsagentur im Zweifel auch direkt im Anschluss. Voraussetzung allerdings: Du hast dich rechtzeitig dort als bald „arbeitslos“ gemeldet…

 

 

25. Oktober 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

Weiter zur Startseite

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Details

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen