Ich habe eine Abmahnung erhalten. Was tun?

Hallo, ich habe nach meinem Urlaub von 3 Wochen, eine Abmahnung erhalten, bei der mehrere Tage mit zuspätkommen aufgeführt wurden. Aufgrund der Tatsache dass unsere Zeiterfassung um 3 Minuten vorging, sind über 50% der Tage nicht zutreffend, und ich habe dieser Abmahnung widersprochen.

Bei weiteren 3 Positionen, habe ich mich rechtzeitig per Telefon bei meiner Firma vor Arbeitsbeginn gemeldet. (Der Grund hierfür lag 2 x bei einem Höherem Verkehrsaufkommen, wegen Umfahrung von Stau). „Kein Problem“ laut Stellvertretung des Geschäftsführers.

Dieses Zuspätkommen wird dennoch in der Abmahnung aufgeführt. Bei meinem dritten Zuspätkommen, habe ich mich bei meinem direkten Vorgesetzten gemeldet (rechtzeitig vor Arbeitsbeginn). Der hat es allerdings nicht weitergegeben. Dürfen diese 3 Positionen aufgeführt werden, auch wenn ich mich, wie vom Arbeitgeber gewünscht, rechtzeitig vor Arbeitsbeginn melde?

 

 

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen und Dir dringend raten, Dich von einem fachkundigen Anwalt beraten zu lassen.Diese Abmahnung riecht mir persönlich ein wenig danach, das hier ein Grund konstruiert werden soll, um eine spätere Kündigung rechtfertigen zu können. Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.

 

 

Grundsätzlich kann eine Abmahnung wegen Verspätung ausgesprochen werden. Im Detail kommt es allerdings auf die berühmten Umstände des Einzelfalles an:

Abmahnung wegen 13 Minuten Verspätung?

Wie Du siehst schauen die Gerichte genauer hin. Lass es mich so sagen: 3 mal 5 Minuten reichen eher nicht. Wenn es regelmäßig 5 Minuten sind kann es problematisch werden. Dabei kommt es aber auch darauf an, welche und wie ihr die Arbeitszeiten geregelt habt, was Du machst und warum Du zu spät kommst.

Allerdings: Wenn Teile des in der Abmahnung beschriebenen Sachverhaltes unzutreffend sind, ist die Abmahnung hinfällig und Du hast einen Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte. Darüber hinaus hast Du Verspätungen angekündigt und dies wurde als unproblematisch bezeichnet. Auch von daher dürfte eine Abmahnung unverhältnismäßig sein. Da ich davon ausgehe, dass Du Deinen Arbeitgeber nicht verklagen willst, würde ich versuchen in einem Gespräch die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte hinzubekommen oder eine Gegendarstellung verfassen, welche dann zur Personalakte zu nehmen ist

 

 

Ich bin kein Arbeitsrechtsanwalt, kann dir daher nur eine persönliche Einschätzung geben. Aber aus meiner Sicht ist die Abmahnung rechtens.

1. Das sogenannte Wegerisiko liegt IMMER beim Arbeitnehmer. Stau & co. rechtfertigen kein Zuspätkommen. Du bist selbst dafür verantwortlich, pünktlich bei deinem Arbeitgeber zu erscheinen. Im Zweifel musst du eben früher losfahren. Das ist rechtlich eindeutig.

2. Da du wiederholt (!) zu spät zur Arbeit erscheinst, nutzt es auch nichts, wenn du das vorher ankündigst. Du kommst immer noch „zu spät“ – also deinen Arbeitnehmerpflichten nicht nach. Und da das wiederholt geschieht, vermittelst du den Eindruck, dieses Problem auch nicht abstellen zu wollen. Genau dafür hat der Gesetzgeber die Abmahnung geschaffen: Dein Arbeitgeber teilt dir damit unmissverständlich mit, er möchte, dass du pünktlich erscheinst – und NICHT „unpünktlich mit Meldung“.

Statt da also jetzt mit deinen Vorgesetzten in eine Diskussion zu gehen, welche Positionen drinstehen dürfen und welche nicht, solltest du viel eher das Problem „Unpünktlichkeit“ lösen. Dann ist doch alles wieder gut. Sonst aber ist der Arbeitsplatz gefährdet. Die Diskussion ist da nur ein Laborieren an Symptomen, nicht aber die Ursache für die atmosphärischen Störungen.

 

 

Hallo, ich habe nach meinem Urlaub von 3 Wochen, eine Abmahnung erhalten, bei der mehrere Tage mit zuspätkommen aufgeführt wurden. Aufgrund der Tatsache dass unsere Zeiterfassung um 3 Minuten vorging, sind über 50% der Tage nicht zutreffend, und ich habe dieser Abmahnung widersprochen.

Bei weiteren 3 Positionen, habe ich mich rechtzeitig per Telefon bei meiner Firma vor Arbeitsbeginn gemeldet. (Der Grund hierfür lag 2 x bei einem Höherem Verkehrsaufkommen, wegen Umfahrung von Stau). „Kein Problem“ laut Stellvertretung des Geschäftsführers.

Dieses Zuspätkommen wird dennoch in der Abmahnung aufgeführt. Bei meinem dritten Zuspätkommen, habe ich mich bei meinem direkten Vorgesetzten gemeldet (rechtzeitig vor Arbeitsbeginn). Der hat es allerdings nicht weitergegeben. Dürfen diese 3 Positionen aufgeführt werden, auch wenn ich mich, wie vom Arbeitgeber gewünscht, rechtzeitig vor Arbeitsbeginn melde?

 

 

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen und Dir dringend raten, Dich von einem fachkundigen Anwalt beraten zu lassen.Diese Abmahnung riecht mir persönlich ein wenig danach, das hier ein Grund konstruiert werden soll, um eine spätere Kündigung rechtfertigen zu können. Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.

 

 

Grundsätzlich kann eine Abmahnung wegen Verspätung ausgesprochen werden. Im Detail kommt es allerdings auf die berühmten Umstände des Einzelfalles an:

Abmahnung wegen 13 Minuten Verspätung?

Wie Du siehst schauen die Gerichte genauer hin. Lass es mich so sagen: 3 mal 5 Minuten reichen eher nicht. Wenn es regelmäßig 5 Minuten sind kann es problematisch werden. Dabei kommt es aber auch darauf an, welche und wie ihr die Arbeitszeiten geregelt habt, was Du machst und warum Du zu spät kommst.

Allerdings: Wenn Teile des in der Abmahnung beschriebenen Sachverhaltes unzutreffend sind, ist die Abmahnung hinfällig und Du hast einen Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte. Darüber hinaus hast Du Verspätungen angekündigt und dies wurde als unproblematisch bezeichnet. Auch von daher dürfte eine Abmahnung unverhältnismäßig sein. Da ich davon ausgehe, dass Du Deinen Arbeitgeber nicht verklagen willst, würde ich versuchen in einem Gespräch die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte hinzubekommen oder eine Gegendarstellung verfassen, welche dann zur Personalakte zu nehmen ist

 

 

Ich bin kein Arbeitsrechtsanwalt, kann dir daher nur eine persönliche Einschätzung geben. Aber aus meiner Sicht ist die Abmahnung rechtens.

1. Das sogenannte Wegerisiko liegt IMMER beim Arbeitnehmer. Stau & co. rechtfertigen kein Zuspätkommen. Du bist selbst dafür verantwortlich, pünktlich bei deinem Arbeitgeber zu erscheinen. Im Zweifel musst du eben früher losfahren. Das ist rechtlich eindeutig.

2. Da du wiederholt (!) zu spät zur Arbeit erscheinst, nutzt es auch nichts, wenn du das vorher ankündigst. Du kommst immer noch „zu spät“ – also deinen Arbeitnehmerpflichten nicht nach. Und da das wiederholt geschieht, vermittelst du den Eindruck, dieses Problem auch nicht abstellen zu wollen. Genau dafür hat der Gesetzgeber die Abmahnung geschaffen: Dein Arbeitgeber teilt dir damit unmissverständlich mit, er möchte, dass du pünktlich erscheinst – und NICHT „unpünktlich mit Meldung“.

Statt da also jetzt mit deinen Vorgesetzten in eine Diskussion zu gehen, welche Positionen drinstehen dürfen und welche nicht, solltest du viel eher das Problem „Unpünktlichkeit“ lösen. Dann ist doch alles wieder gut. Sonst aber ist der Arbeitsplatz gefährdet. Die Diskussion ist da nur ein Laborieren an Symptomen, nicht aber die Ursache für die atmosphärischen Störungen.

 

 

25. Oktober 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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