Wann ist die fristlose Kündigung zulässig?

Im Bekanntenkreis ist jetzt ein Kollege nach 25jähriger Firmenzugehörigkeit fristlos gekündigt worden. Vorher ist er schon einmal auf eine andere Stelle versetzt worden. Nun hat er uns erzählt, er sei fristlos gekündigt worden, weil er ein weiteres Mal versetzt werden sollte und er diesen Job nicht angenommen hat. Er hätte höchstwahrscheinlich umziehen müssen, was er nach seiner Aussage hin aber nicht wollte. Ist es denn wirklich möglich, fristlos gekündigt zu werden, nur weil man nicht zum neuen Dienstort umziehen will? Oder verschweigt er uns, dass seine Kündigung andere Ursachen hat. Er ist mittlerweile 53 Jahre alt. Gibt es da nicht auch einen Mitarbeiterschutz?

 

 

Möglicherweise war dein Bekannter aufrund von sehr langer Beschäftigungszeit ordentlich nicht mehr kündbar, so dass der Arbeitsgeber fristlos, mit einer Auslaufszeit von 7 Monaten das Arbeitsverhältnis, wahrscheinlich aus betriebsbedingten Gründen, gekündigt hat. Ob diese Kündigung letztlich durchgreift hängt u. a. davon ab, ob der Arbeitgeber die betrieblichen Erfordernisse dieser Kündigung darlegen und beweisen kann und ob ein erneuter Umzug zumutbar gewesen wäre. Auf jedenfall sollte die Kündigung aber innerhalb der Ausschlussfrist von 3 Wochen ab Zugang zur gerichtlichen Überprüfung gestellt werden.

 

 

Der von dir beschriebene Sachverhalt gibt eine außerordentliche Kündigung nicht her. Die Bereitschaft nicht uUmziehen zu wollen dürfte kein wichtiger Grund darstellen.Für deinen Kollegen ist es erst einmal wichtig, dass durch die ausgesprochene Kündigung Fristen ausgelöst werden. Ab Zugang der Kündigung hat er drei Wochen Zeit vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage zu erheben. Wird keine Kündigungsschutzklage erhoben, gilt die Kündigung als wirksam.Er sollte in jedem Fall kurzfristig eine Rechtsberatung aufsuchen um die rechtliche Lage in welcher er sich befindet im Detail durchzugehen. Soweit es hier etwa um eine Versetzung geht, kann auch eine Versetzung angreifbar sein, wenn diese nicht vom Direktionsrecht gedeckt ist. Hierbei kommt es auf die Tätigkeit eines Kollegen und auf die Formulierung der Versetzungsklausel im Arbeitsvertrag an. Wie geschrieben, ein Kündigungsgrund vermag ich nicht zu sehen jedoch muss dein Kollege zwingend gegen die Kündigung vorgehen.Die nächste Frage wäre, ob dein Kollege Kündigungsschutz hat. Voraussetzung für Kündigungsschutz ist ein Bestand des Arbeitsverhältnisses von mehr als sechs Monaten und eine Größe des Betriebes von mehr als zehn Mitarbeitern. Dann hat dein Kollege Kündigungsschutz, was bedeutet dass der Arbeitgeber nicht einfach unter Beachtung der Kündigungsfrist kündigen kann sondern ein Kündigungsgrund benötigt. Diese ist generell nach deutschem Arbeitsrecht für Arbeitgeber schwer darstellbar und scheint mir in der konkreten Situation noch problematischer. Dein Kollege muss gemeinsam mit einer Rechtsberatung abstimmen ob er auf Weiterbeschäftigung aus ist oder ob möglicherweise eine Abfindungsregelung mehr Sinn macht. In jedem Falle muss er aktiv werden. Anbei ein kleiner Link mit den wichtigsten Hinweisen zusammengefasst

Außerordentliche Kündigung

 

 

Im Bekanntenkreis ist jetzt ein Kollege nach 25jähriger Firmenzugehörigkeit fristlos gekündigt worden. Vorher ist er schon einmal auf eine andere Stelle versetzt worden. Nun hat er uns erzählt, er sei fristlos gekündigt worden, weil er ein weiteres Mal versetzt werden sollte und er diesen Job nicht angenommen hat. Er hätte höchstwahrscheinlich umziehen müssen, was er nach seiner Aussage hin aber nicht wollte. Ist es denn wirklich möglich, fristlos gekündigt zu werden, nur weil man nicht zum neuen Dienstort umziehen will? Oder verschweigt er uns, dass seine Kündigung andere Ursachen hat. Er ist mittlerweile 53 Jahre alt. Gibt es da nicht auch einen Mitarbeiterschutz?

 

 

Möglicherweise war dein Bekannter aufrund von sehr langer Beschäftigungszeit ordentlich nicht mehr kündbar, so dass der Arbeitsgeber fristlos, mit einer Auslaufszeit von 7 Monaten das Arbeitsverhältnis, wahrscheinlich aus betriebsbedingten Gründen, gekündigt hat. Ob diese Kündigung letztlich durchgreift hängt u. a. davon ab, ob der Arbeitgeber die betrieblichen Erfordernisse dieser Kündigung darlegen und beweisen kann und ob ein erneuter Umzug zumutbar gewesen wäre. Auf jedenfall sollte die Kündigung aber innerhalb der Ausschlussfrist von 3 Wochen ab Zugang zur gerichtlichen Überprüfung gestellt werden.

 

 

Der von dir beschriebene Sachverhalt gibt eine außerordentliche Kündigung nicht her. Die Bereitschaft nicht uUmziehen zu wollen dürfte kein wichtiger Grund darstellen.Für deinen Kollegen ist es erst einmal wichtig, dass durch die ausgesprochene Kündigung Fristen ausgelöst werden. Ab Zugang der Kündigung hat er drei Wochen Zeit vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage zu erheben. Wird keine Kündigungsschutzklage erhoben, gilt die Kündigung als wirksam.Er sollte in jedem Fall kurzfristig eine Rechtsberatung aufsuchen um die rechtliche Lage in welcher er sich befindet im Detail durchzugehen. Soweit es hier etwa um eine Versetzung geht, kann auch eine Versetzung angreifbar sein, wenn diese nicht vom Direktionsrecht gedeckt ist. Hierbei kommt es auf die Tätigkeit eines Kollegen und auf die Formulierung der Versetzungsklausel im Arbeitsvertrag an. Wie geschrieben, ein Kündigungsgrund vermag ich nicht zu sehen jedoch muss dein Kollege zwingend gegen die Kündigung vorgehen.Die nächste Frage wäre, ob dein Kollege Kündigungsschutz hat. Voraussetzung für Kündigungsschutz ist ein Bestand des Arbeitsverhältnisses von mehr als sechs Monaten und eine Größe des Betriebes von mehr als zehn Mitarbeitern. Dann hat dein Kollege Kündigungsschutz, was bedeutet dass der Arbeitgeber nicht einfach unter Beachtung der Kündigungsfrist kündigen kann sondern ein Kündigungsgrund benötigt. Diese ist generell nach deutschem Arbeitsrecht für Arbeitgeber schwer darstellbar und scheint mir in der konkreten Situation noch problematischer. Dein Kollege muss gemeinsam mit einer Rechtsberatung abstimmen ob er auf Weiterbeschäftigung aus ist oder ob möglicherweise eine Abfindungsregelung mehr Sinn macht. In jedem Falle muss er aktiv werden. Anbei ein kleiner Link mit den wichtigsten Hinweisen zusammengefasst

Außerordentliche Kündigung

 

 

25. Oktober 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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