Ab wann spricht man von missbräuchlicher Probearbeit?

Ausgangslage war folgende: Firma ruft, obwohl kein Job zu vergeben ist, bei einem ehemaligen Bewerber an und sagt: Wir haben einen Job, arbeiten Sie zwei Wochen ohne Gehalt zur Probe damit wir uns kennenlernen können. Danach erfahren Sie ob Sie den Job bekommen.

Der Mann akzeptiert und holt sich die Erlaubnis vom Arbeitsamt, die das Probearbeiten ohne Vergütung bestätigt. Er arbeitet in Schicht Vollzeit, auf Weisung und beinahe alleine. Ein Tag vor Ende der Zeit kommt dann die Information, er habe alles sehr gut gemacht. Auf Nachfrage, was jetzt mit der zu besetzenden Stelle sei, kam die Antwort, dass es nie eine offene Stelle gegeben habe und vor nächstem Jahr nie geben wird, vielleicht auch gar nicht. Ist das Missbrauch? Kann man sich dagegen wehren?

 

 

Danke für die Antwort. Sicher, das mit dem Vertrag war meine erste Frage. Leider muss unser Freund derzeit nach jedem Strohhalm greifen um über die Runden zu kommen. Als kleines Feedback zum Thema Arbeitsamt… Der Berater hat sich sehr entrüstet gezeigt, diese Firma macht so etwas nicht und alles ist eine grosse Lüge. Sicher hat da jemand etwas falsch verstanden. Daraufhin haben wir die IHK kontaktiert, die uns zur Vorsicht geraten haben, da die Möglichkeit besteht, dass Arbeitsagentur und Firma eine Absprache haben. Der Mitarbeiter der IHK hat davon abgeraten das ganze weiter zu verfolgen, da bei letzterer Konstellation keine Chance besteht etwas zu unternehmen, man könne höchstens Schaden nehmen, wenn das Arbeitsamt um sich schlägt, weil man ihnen auf die Schliche gekommen ist. Deshalb an alle: Immer mit Vertrag Probearbeiten und bei Gesprächen versuchen Zeugen dabei zu haben. Meine Schwägerin kann bezeugen, dass ihrem Freund der Job angeboten wurde, da sie neben ihm sass als der Anruf kam. Nur haben die beiden kein Geld für solche Spielchen.

 

 

Zunächst einmal klingt das stark nach Missbrauch. Das Problem wird die Beweislast sein. Denn beide Aussagen („Wir haben einen Job, arbeiten Sie zwei Wochen ohne Gehalt zur Probe damit wir uns kennenlernen können.“ UND „Es gab nie eine offene Stelle und vor nächstem Jahr wird es auch keine geben.“) müssen wohl nachgewiesen werden, um hier eine arglistige Täuschung zu belegen.

In dem Fall würde ich mich ebenfalls erst einmal an die Arbeitsagentur wenden, die durchaus ein Interesse daran haben, solche Betriebe anzugehen und Missbrauch zu verhindern. Der Mitarbeiter kann dir dann auch vielleicht gleich sagen, ob du dich dagegen juristisch wehren kannst.

Allerdings – und mit Verlaub – muss man hier auch ganz klar sagen: Wer einfach so zwei Wochen unentgeldlich und ohne klaren Vertrag (der sowas beinhalten sollte) arbeitet, ist schon ein bisschen naiv. Womöglich ist das nun das Lehrgeld, was du jetzt bezahlen musst.

 

 

Ausgangslage war folgende: Firma ruft, obwohl kein Job zu vergeben ist, bei einem ehemaligen Bewerber an und sagt: Wir haben einen Job, arbeiten Sie zwei Wochen ohne Gehalt zur Probe damit wir uns kennenlernen können. Danach erfahren Sie ob Sie den Job bekommen.

Der Mann akzeptiert und holt sich die Erlaubnis vom Arbeitsamt, die das Probearbeiten ohne Vergütung bestätigt. Er arbeitet in Schicht Vollzeit, auf Weisung und beinahe alleine. Ein Tag vor Ende der Zeit kommt dann die Information, er habe alles sehr gut gemacht. Auf Nachfrage, was jetzt mit der zu besetzenden Stelle sei, kam die Antwort, dass es nie eine offene Stelle gegeben habe und vor nächstem Jahr nie geben wird, vielleicht auch gar nicht. Ist das Missbrauch? Kann man sich dagegen wehren?

 

 

Danke für die Antwort. Sicher, das mit dem Vertrag war meine erste Frage. Leider muss unser Freund derzeit nach jedem Strohhalm greifen um über die Runden zu kommen. Als kleines Feedback zum Thema Arbeitsamt… Der Berater hat sich sehr entrüstet gezeigt, diese Firma macht so etwas nicht und alles ist eine grosse Lüge. Sicher hat da jemand etwas falsch verstanden. Daraufhin haben wir die IHK kontaktiert, die uns zur Vorsicht geraten haben, da die Möglichkeit besteht, dass Arbeitsagentur und Firma eine Absprache haben. Der Mitarbeiter der IHK hat davon abgeraten das ganze weiter zu verfolgen, da bei letzterer Konstellation keine Chance besteht etwas zu unternehmen, man könne höchstens Schaden nehmen, wenn das Arbeitsamt um sich schlägt, weil man ihnen auf die Schliche gekommen ist. Deshalb an alle: Immer mit Vertrag Probearbeiten und bei Gesprächen versuchen Zeugen dabei zu haben. Meine Schwägerin kann bezeugen, dass ihrem Freund der Job angeboten wurde, da sie neben ihm sass als der Anruf kam. Nur haben die beiden kein Geld für solche Spielchen.

 

 

Zunächst einmal klingt das stark nach Missbrauch. Das Problem wird die Beweislast sein. Denn beide Aussagen („Wir haben einen Job, arbeiten Sie zwei Wochen ohne Gehalt zur Probe damit wir uns kennenlernen können.“ UND „Es gab nie eine offene Stelle und vor nächstem Jahr wird es auch keine geben.“) müssen wohl nachgewiesen werden, um hier eine arglistige Täuschung zu belegen.

In dem Fall würde ich mich ebenfalls erst einmal an die Arbeitsagentur wenden, die durchaus ein Interesse daran haben, solche Betriebe anzugehen und Missbrauch zu verhindern. Der Mitarbeiter kann dir dann auch vielleicht gleich sagen, ob du dich dagegen juristisch wehren kannst.

Allerdings – und mit Verlaub – muss man hier auch ganz klar sagen: Wer einfach so zwei Wochen unentgeldlich und ohne klaren Vertrag (der sowas beinhalten sollte) arbeitet, ist schon ein bisschen naiv. Womöglich ist das nun das Lehrgeld, was du jetzt bezahlen musst.

 

 

25. Oktober 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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