Wie werde ich schlagfertiger?

Die beste Sprüche fallen Ihnen immer erst hinterher ein – vor allem dann, wenn es drauf ankommt? Keine Sorge, mit diesem Problem stehen Sie nicht alleine da. Schlagfertigkeit ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Wer mit spitzer Zunge kontert, darf hingegen mit Bewunderung und Neidesblässe seiner Zeitgenossen rechnen. Die gute Nachricht ist: Auch Sie können schlagfertiger werden. Wir zeigen Ihnen, wo der verbale Hammer hängt…

Wie werde ich schlagfertiger?

Wie werde ich schlagfertig?

Insgeheim wünscht sich vermutlich jeder, schlagfertiger zu sein – sogar die Menschen, von denen man es gar nicht erwarten würde. Die gute Nachricht ist: Schlagfertigkeit kann man lernen und verbessern. Zwar dürfte ein natürliches Talent die Sache leichter machen. Aber: JEDER kann schlagfertiger werden! Dafür sind drei Dinge notwendig:

  • Wille
  • Training
  • Praktische Anwendung

Und nein, Training und praktische Anwendung sind nicht das Gleiche. Es gibt verschiedene Techniken, um rhetorisch besser zu kontern. Die können Sie üben, sich ganz alleine im stillen Kämmerlein aneignen – und danach im Feld in die Praxis überführen.

Beliebte rhetorische Techniken sind unter anderem:

  • Übertreibung

    Da gibt es zum Beispiel die Übertreibung. Wenn jemand sagt: „Du siehst heute aus wie der letzte Mensch“. Dann antworten Sie: „Du hättest mich mal gestern sehen sollen!“ Die Technik ist relativ simpel. Sie bestätigen Ihren Kontrahenten – und setzen noch einen drauf. Das nimmt ihm den Wind aus den Segeln.

  • Umkehr

    Ihr Widersacher sagt: „Deine Idee ist wirklich grottenschlecht.“ Sie erwidern: „So schlecht, dass sie von Dir hätte sein können?“ Im Volksmund heißt das: Den Spieß umdrehen. Sie beziehen den Vorwurf auf denjenigen, der ihn ins Spiel gebracht hat.

  • Phrasendrescherei

    Im Zweifel können Sie auch eine völlig unpassende Phrase dreschen. Wenn Ihr Widersacher etwa sagt: „Du hast echt den Schuss nicht gehört.“ Dann kontern Sie: „Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.“ Oder: „Geld regiert die Welt.“ Oder: „Kindermund tut Wahrheit kund.“ Die Redewendung ergibt im Zweifel nicht den geringsten Sinn, aber Sie löst Stirnrunzeln aus. Was meint er nur damit? Der erwünschte Effekt jedenfalls tritt ein: Sie befinden sich nicht länger in der Defensive.

  • Zustimmung

    Die Zustimmungs-Technik ist e wie einfach – und p wie populär. Sie nimmt jedem Sprücheklopfer im Nu den Wind aus den Segeln. Ihr Konkurrent sagt: „Eine saublöde Idee von dir!“ Sie sagen einfach: „Ja, ne?“ Sie können auch gleichzeitig in die Offensive gehen und kontern: „Ja und! Wenigstens hab’ ich eine!“ Oder gar so: „Stimmt! Obwohl du der Sau damit unrecht tust.“

Sie sehen: Schlagfertigkeit hat etwas mit Humor zu tun. Manchmal aber bleibt einem der Witz im Halse stecken. Wenn Ihnen eine handfeste Beleidigung entgegengeschleudert wird, dann ist es Ihr gutes Recht, aus dem rhetorischen Fechtduell auszusteigen – und in den Ernsthaftigkeits-Modus umzuswitchen. „OK, das war’s. Auf diesem Niveau unterhalte ich mich nicht mehr mit dir.“

Wie helfen mir Killerphrasen?

Übung macht bekanntlich den Meister. Sie müssen sich auf die rhetorischen Spielchen einlassen und immer wieder üben, üben, üben. Tipp: Für den Notfall legen Sie sich am besten ein paar Sprüche zurecht, die Sie im Zweifel (fast) immer bringen können.

Beispiele für derartige Killerphrase:

  • „Das sagt aber der Richtige!“
  • „Kann man so sehen, muss man aber nicht.“
  • „Und was wollen Sie mir jetzt damit sagen?“
  • „Gut beobachtet! Aber schlecht analysiert.“
  • „Hast du mal wieder auf deinem Lexikon geschlafen oder woher weißt du das so genau?“
  • „Kannst du die Frage noch mal wiederholen? Aber diesmal so, dass sie Sinn ergibt?“
  • „Du bist ganz schön spontan – dafür, dass du so eine lange Leitung hast.“
  • „Mit DIR rede ich sowieso nur noch über meinen Anwalt.“
  • „Es wäre schön, wenn du das noch mal in verständlichen Worten wiederholen könntest.“
  • „Und ich war immer davon ausgegangen, dass du studiert hast!“
  • „Denk doch einfach mal nach. Irgendwann fällt der Groschen…“
  • „Ich als voll ausgebildeter Jedi-Ritter weiß genau, wovon ich spreche und verbitte mir daher diese Unterstellungen.“
  • „Touché!…. Äh, was hast du noch mal gesagt?“
  • „Das macht mich traurig, dass du das so siehst. Entschuldige, ich muss mal kurz weinen.“

Sie ahnen schon: Eine Killerphrase macht Spaß. Ständig wiederholen sollten Sie sie indes nicht. Auch Killerphrasen nutzen sich ab. Wenn Sie Ihr Reservoir mit verschiedenen Sprüchen gefüllt haben, können sie variieren und bei Bedarf immer wieder darauf zurückgreifen.

Wie übe ich Schlagfertigkeit?

Was Sie tun können: Schlagfertigkeitstechniken verstehen, verinnerlichen und trainieren. Killerphrasen zurechtlegen. Und so oft wie möglich in den Nahkampf gehen – ausprobieren!

Gerne vorher auch mal vor dem Spiegel üben. Oder Ihre Bemühungen sogar mit dem Handy aufnehmen, als Video- oder Audio-Datei. So sehen und hören Sie sich selbst. Das hilft. Immerhin hängt von den Äußerlichkeiten maßgeblich ab, ob der Konter sitzt.

Wichtig sind zum Beispiel…

12. Dezember 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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