Wie sieht ein „amerikanischer“ Lebenslauf aus?

Immer wieder liest man im Internet, der „amerikanische“ Lebenslauf sei heute Standard. Aber was genau ist damit gemeint: ein Lebenslauf, der in Englisch verfasst wurde und zur Bewerbung in den USA dient? Oder etwas anderes? Tatsächlich ist der Begriff amerikanischer Lebenslauf missverständlich. Wir klären auf…

Wie sieht ein "amerikanischer" Lebenslauf aus?

Was ist mit dem Begriff amerikanischer Lebenslauf gemeint?

In der Tat kann man den Begriff „amerikanischer Lebenslauf“ falsch verstehen. Er ist – zugegeben – etwas doppeldeutig.

  • Wer sich mit seinem Lebenslauf in Amerika (genauer: USA) bewerben will, der verfasst allerdings ein „Resume“ oder „CV“ (steht für Curriculum Vitae). Das ist eine sehr kompakte Form des Lebenslaufs auf maximal einer Seite, ohne Foto, ohne Altersangabe, Geschlechtsangabe oder Nationalität. Das Resume ist eher ein Exzerpt IHrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Es stellt die Höhepunkte heraus, ebenso die Positionen, Erfahrungen und Erfolge, die zu der avisierten Stelle passen. Der CV wiederum gibt eine vollständige Übersicht Ihres professionellen Werdegangs. Alle Postitionen, alle erworbenen Graduationen und Zertifikate werden darin aufgeführt, ebenso relevante Publikationen von Ihnen bis hin zu kleineren Jobs, die Sie hatten. Er kann auch zwei Seiten umfassen.
  • Was indes hierzulande häufiger mit „amerikanischer Lebenslauf“ gemeint ist, ist ein tabellarischer Lebenslauf, der in umgekehrt chronologischer Reihenfolge geschrieben wird – also mit der aktuellen Position zuerst und dann immer weiter in der Zeit zurück.

Der amerikanische Lebenslauf ist also nichts anderes als ein klassischer, tabellarischer Lebenslauf. Nur wird die Reihenfolge der beruflichen Station eben so gewählt, dass die aktuelle Position zuerst erscheint. Diese antchronologische Reihenfolge wurde tatsächlich von den Amerikanern (als sinnvolles Konzept) übernommen – daher der Name.

Hinzu kommt, dass der amerikanische Lebenslauf nicht nur einzelne berufliche Stationen und Positionen aufzählt, sondern dazu immer auch genau beschreibt, was der- oder diejenige dabei gemacht und erreicht hat. Zu den Stationen sollten Sie also immer auch – stichpunktartig – Ihre Verantwortungsbereiche, Tätigkeiten und Erfolg auflisten.

[Bildnachweis: Production Perig by Shutterstock.com]
1. November 2019 Karrierefragen Redaktion Icon Autor: Karrierefragen Redaktion

Die Redaktion der Karrierefragen besteht aus ausgewiesenen Job- und Karriereexperten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Sie sind zudem regelmäßige Autoren der Schwesterseite Karrierebibel.de mit mehr als 4 Millionen Lesern im Monat.

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