0

Liebe Community,
mir ist auf Arbeit etwas unangenehmes passiert und ich brauche Rat und vielleicht auch den ein oder anderen Literatur-Tip.
Ich arbeite seit ca. 1 Jahr an meiner neuen Arbeitsstelle, ich verstehe mich recht gut mit meinem Chef und so passiert es, dass ich teilweise etwas zu frei von der Leber weg das ein oder andere erzähle. Jetzt hat es mich reingeritten bzw. habe ich ihm von der Schwangerschaft einer Kollegin erzählt, ohne dass sie das wollte.
Ich habe meinen Fehler im Nachhinein eingesehen und gestand ihr, dass ich es meinem Chef erzählt habe und dass es mir leid tut. Nichts desto trotz ‚krachte‘ es im Büro und jetzt ist die Stimmung eisig. Ich habe versucht mit ihr darüber zu reden, doch das Vertrauen ist vorerst weg.
Als ich das heute alles auswertete, ist mir bewusst geworden, dass ich aufgrund der Vertrautheit zu meinem Chef mehr oder weniger zum ‚Spitzel‘ geworden bin – und dann erschrak ich über mich selbst.
Zum einen ist mir nicht so richtig bewusst was man eben erzählt, und was nicht….
Ich bin im öffentlichen Dienst tätig und mein Chef ist an sich sehr kullant (zumindest ist das meine Einschätzung). Er freut sich eher, wenn junge Frauen schwanger werden ‚denn wenn nicht jetzt, wann dann?‘. Und mir kommt es auch immer vor als wäre er sehr aufrichtig zu mir und ich habe das Gefühl, ich müsste das ihm gegenüber auch sein – dadurch erzähle ich ihm auch recht viel… zu viel.
Ich muss das in den Griff bekommen und brauche vielleicht einige Hinweise, wie ich zum einen umsichtiger mit meinen Worten umgehen kann (gibt es vielleicht die ein oder andere Technik)? Zum anderen brauche ich vielleicht doch nochmal Nachhilfe, was (insbesondere beim Gespräch mit dem Chef) an Themen vermieden werden sollte.
Ich habe in diesem und auch einem anderen Fall die falsche Entscheidung getroffen und meinem Chef Informationen gegeben, die er (zugegebener Maßen) nicht gegen betroffene Personen verwenden kann, deren Veröffentlichung allerdings nur gerechtfertigt gewesen wäre durch die betroffenen Personen.
Manchmal fühlt es sich aber für mich so an, als würden betroffene Personen zwar Zurückhaltung mit ihren Informationen üben, aber im Falle meines Chefs ist diese Unbegründet. Die Schwangerschaft der Kollegin war ihrem eigenen Chef schon bekannt. Mein Chef steht aber über ihrem Chef. Es kam mir im ersten Moment gar nicht so vor, als hätte ich einen Fehler gemacht, weil die Information ja schon in die Chefetage gelangt war (zu ihrem Chef).
Hier fehlt es mir einfach an Feingefühl und ich bitte um Tipps. Auch um Tipps, wie ich dieses unbekümmerte Reden eindämmen kann – das könnte auch für mich zum Problem werden.
Vielen dank