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Hallo zusammen,

es ist ja nicht so, dass ich aufgrund meiner seit fast einem Jahr andauernden Jobsuche den Kopf hängen lasse (tatsächlich habe ich es mir schon angelernt, die Enttäuschung nach Absagen zu verdrängen, wer kann das schon von sich behaupten^^), allerdings habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass ich mich auf dem falschen Weg begeben habe (obwohl es eig. nur diesen einen gibt).

Zu mir: ich habe einen gut abgeschlossenes BWL-Master-Studium hinter mir. Problem ist, dass es mir während dem Studium nicht möglich war, Praxiserfahrung anzueignen. Dies hat seine Gründe, es mag arrogant wirken, ist es aber tatsächlich wirklich nicht. Dies wird bei den Unternehmen wohl als KO-Kriterium angesehen, sodass ich zunehmend auch den Eindruck habe, dass mein Studium nicht die Bohne Wert ist. Kommt also jemand (es sei ihm gegönnt) mit einem mittelmäßigen Bachelor und paar Tagen Praxiserfahrung mehr, wars das für mich.

Nun stehe ich mehr und mehr in der Sackgasse (eigentlich kann man der Kern dieser Aussage gar nicht steigern). Aber je länger ich mich auf Jobsuche befinde, umso mehr stellt sich ein Unternehmen die Frage, warum ich der Phase nach dem Studium nichts nennenswertes getan habe.

Und umso schwerer wird es für mich, dies zu begründen. Ehrenamtlich tätig zu sein, war auch nur bedingt möglich. Hat man mich doch damit abgewimmelt, dass dies doch für jmd. bestimmt sind, die sich längerfristig daran binden kann. Hätte ich gewusst, dass meine Jobsuche sich so lange zieht, so wäre dies eine Option. Nur hatte ich immer die Hoffnung, dass es in ca. 2 Monaten nach dem Absenden einer Bewerbung soweit sein könnte. Dennoch, ich denke die meisten Unternehmen (subjektive Meinung), sehen das als billigen Lückenfüller an.

Ich möchte hiermit einfach mal in die Runde fragen, ob euch den was einfällt, wie man nun am besten vorgehen kann.

Quereinstieg? Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich mir kaum einen anderen Bereich vorstellen als den, der mein Studienschwerpunkt war. Es gibt viele Vertrieblerstellen, die auch an Quereinsteiger gerichtet sind. Generell etwas zu verticken, ist nicht mein Ding, erst recht nicht wenn ich etwas andrehen muss.

Praktika? Dazu habe ich auch paar Bewerbungen verschickt. Viele aber an Unternehmen, bei denen ich schon eingeladen war und ich bereits eine Absage kassiert habe. Vielleicht wollen die mich prinzipiell nicht.

Dann gibt es Spezialisten, denen man eine Bewerbung zuschickt, 2 Monate keine Antwort bekommt, und nach einem freundlichen Nachhaken innerhalb einer halben Stunde eine Absage kassiert. Soviel zum Thema Wertschätzung.

Achso, und natürlich haue ich weiterhin eine Bewerbung nach der anderen raus. Um Tipps wäre ich dankbar, vielleicht ist jemand von euch schon Ähnliches durchgegangen.

LG

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