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Hallo,

nach drei Jahren in meinem ersten Job nach Ausbildung und Abitur möchte ich mich nun endlich aus der Festanstellung heraus neu bewerben (der jetzige Job bietet keine Zukunft und ist alles andere als ein arbeitnehmerfreundliches Umfeld). Ich arbeite als Bürokauffrau in einem Reisebüro/Omnibusunternehmen.

Nun habe ich noch ein paar Fragen zu meiner Bewerbung, die ich durch Internetrecherche nicht beantworten konnte:

Ich bin in meiner Firma die einzige Vollzeitkraft, gelernt habe ich im Tourismus nicht, und es ist mein erster Job nach der schulischen Ausbildung. Ich musste mich auch komplett selbst einlernen (in alle Tätigkeitsfelder eines Reisebüros/Omnibusunternehmens von der Buchhaltung bis zur Distribution, denn  der Chef war nicht für mich da, meine Vorgängerin ist nach einer Woche gegangen und meine Arbeitskollegen waren nur Teilzeitler, die selber nicht wirklich immer wussten, was die Vollzeitkrafter machten). Ich muss auch neue Teilzeitkräfte und eine Auszubildende einlernen und bin Ansprechpartner für alles und jeden.

Das ist doch eigentlich ein Vorteil, den ich in der Bewerbung einbringen kann, oder? Oder wirkt es zu überheblich, zu aufgesetzt (es glaubt eh keiner was in dem Betrieb abgeht und wie wir auf uns alleine gestellt sind) oder kann man daraus einen Nachteil machen, so á la „die ist ja gar nicht richtig ausgebildet“.

Wchtig zu wissen wäre bestimmt, dass ich mich vorwiegend auf andere Stellen im Bürobereich bewerben möchte. Also kein Tourismus mehr.

Und was wäre sonst noch so bei der Bewerbung zu beachten, da ich bisher nur in einem Job gearbeitet habe. Ich habe mich bereits über das diskrete Bewerben informiert, aber ich bin mir unsicher, ob es noch ein paar Tipps und Tricks gibt, wenn man eben keine Arbeitszeugnisse oder Schulungen vorlegen kann. Wie gesagt, geschult habe ich mich nur selbst im Arbeitsalltag; aber nie mit professionellen Schulungen mit Zertifikaten etc. Meinen Chef hat sowas nie interessiert (wir wurden nicht mal in Datenschutz geschult, das findet bei uns überhaupt keine Anwendung, ich habe mich nur aus eigenem Interesse selber schlau gemacht; allerdings nicht mit einer Schulung). Das fehlende Arbeitszeugnis möchte ich mit einer Tätigkeitsbeschreibung ausgleichen. Damit hätte ich im Anschrieben auch mehr Platz zu argumentieren, warum ich mich in einem neuen Bereich bewerbe bzw. was mich auszeichnet etc. Gebe ich dann im Anschreibung nur einen Verweis auf die Beschreibung? So nach dem Motto „derzeit arbeite ich bei blablabla siehe Tätigkeitsbeschreibung blablabla).

Bisher habe ich, für die Stellen relevante, Arbeitsinhalte stichpunktartig im Lebenslauf aufgelistet ( bis 4). Diese dann etwas ausführlicher bzw. andere, ebenfalls relevant, noch einmal im Anschreiben aufgegriffen. Soll ich das auch noch, trotz Tätigkeitsbeschreibung, beibehalten? Oder ist das alles zu viel Wiederholung und zu viel blablabla.

Ich freue mich auf eure Hilfe!

Vielen Dank

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