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Zwischenzeugnis-Formulierungen

Gefragt am 25. Dezember 2016, 06:10 Uhr von tanda Bronze35 votes, average: 2,17 out of 535 votes, average: 2,17 out of 535 votes, average: 2,17 out of 535 votes, average: 2,17 out of 535 votes, average: 2,17 out of 5
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Hallo,

da mein Arbeitsvertrag befristet ist, hatte ich mir ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen. Da dieses nicht zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, habe ich um Berichtigung gebeten. Die überarbeitete Version habe ich nun erhalten. Allerdings bin ich damit nicht ganz zufrieden.

Ganz am Anfang werde ich als „Aushilfe“ bezeichnet. Meiner Meinung nach erweckt der Begriff „Aushilfe“ den Eindruck, dass ich Tätigkeiten ausführe, die weder Ausbildung noch Vorkenntnisse erfordern. Das ist jedoch nicht der Fall. Ich habe studiert und verfüge über mehrjährige Berufserfahrung in diesem Berufsfeld. Nur weil ich einen befristeten Teilzeit-Vertrag habe, muss man mich doch nicht abwertend als „Aushilfe“ bezeichnen. Der Bitte, mich als „Mitarbeiterin“ zu bezeichnen, wurde auch in der neuen Zeugnis-Version nicht entsprochen.

[Unternehmensbeschreibung (fehlerfrei)]

[Auflistung meiner Aufgaben (fehlerfrei)]

Frau x bewältigt ihre Aufgaben jederzeit mit einem guten und umfassenden Fachwissen. Aufgrund ihrer guten Auffassungsgabe arbeitet sich Frau x schnell in alle ihr übertragenen Aufgaben ein und erledigt sie stets zu unserer Zufriedenheit. Auch in schwierigen Situationen findet sie sich stets sehr gut zurecht. Wir lernten Frau x zudem als eine sehr pflichtbewusste Mitarbeiterin mit großer Einsatzbereitschaft kennen. Auch starken Arbeitsbelastungen ist sie stets gut gewachsen. Frau x erledigt ihre Arbeitsaufträge zügig, selbständig und mit großer Sorgfalt. Sie ist darüber hinaus jederzeit sehr zuverlässig und genießt unser Vertrauen. Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erzielt sie gute Arbeitsergebnisse.

Mit den Leistungen von Frau x sind wir stets sehr zufrieden.

[Sozialverhalten: sehr gute Bewertung]

Dieses Zwischenzeugnis stellen wir auf Wunsch von Frau x aus.

Wir danken ihr für ihre bisherigen Leistungen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Folgende Formulierungen haben bei mir Fragen aufgeworfen:
„Aufgrund ihrer guten Auffassungsgabe arbeitet sich Frau x schnell in alle ihr übertragenen Aufgaben ein und erledigt sie stets zu unserer Zufriedenheit.“ –> Warum wird mir zuerst eine gute Auffassungsgabe bescheinigt, um meine Leistung dann nur mit, „und erledigt sie zu unserer vollen Zufriedenheit“ also befriedigend abzuwerten? Meiner Meinung nach gehört überhaupt keine Leistungsbewertung in diesen Satz.

Teilbewertung der Arbeitsergebnisse: „Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erzielt sie gute Arbeitsergebnisse.“ –> befriedigend, weil „stets“ fehlt

Gesamturteil: „Mit den Leistungen von Frau x sind wir stets sehr zufrieden.“ –> sehr gut
Aber wie kann es sein, dass zwei Teilbewertungen (Auffassungsgabe und Arbeitsergebnisse) nur befriedigend sind, das Gesamturteil aber sehr gut? Was ich dazu im Internet gefunden habe: Die Tatsache, dass das Gesamturteil deutlich von einzelnen Bewertungen abweicht, signalisiert eine schlechte Beurteilung oder Uneinigkeit mit dem Arbeitnehmer über einzelne Formulierungen.

Was meint ihr zu meinem Zwischenzeugnis?


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