Arbeitsrecht

Wohin gehören außerordentliche Tätigkeiten im Zeugnis?

Gefragt am 30. März 2017, 17:45 Uhr von flubber Blau1 vote, average: 3,00 out of 51 vote, average: 3,00 out of 51 vote, average: 3,00 out of 51 vote, average: 3,00 out of 51 vote, average: 3,00 out of 5
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Hallo,

in meinem Job habe ich mich zusätzlich (außerhalb meiner hauptverantwortlichen Tätigkeiten) noch mit anderen Dingen befasst. Dazu gehören Schulungen von MA und das Akquirieren von neuen Kunden/Aufträgen. In meinen Augen gehört das eigentlich nicht zur Tätigkeitsbeschreibung, da es ja nicht dauerhaft war und eigentlich auch vielmehr meine Charaktereigenschaft beschreibt: Ich habe mich ja damit um das Wohl der Firma gekümmert und diese vorangetrieben, obwohl ich kein Sales-Mitarbeiter bin.

In meinen Augen passt es eher zwischen Tätigkeit und Beurteilung. Vielleicht unter den Einleitungssatz „Ferner war er auch für die folgenden Tätigkeiten verantwortlich…“. Oder man umschreibt es und nimmt es mit in Beurteilung (irgendwo in die Mitte).

Mich würde aber mal die Meinung eines „Experten“ interessieren.

Vielen Dank


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Außerordentliche Tätigkeiten sind zunächst mal keine Charaktereigenschaften. „Verlässlichkeit“ oder „Gewissenhaftigkeit“ sind Charaktereigenschaften, das „Akquirieren von Kunden“ aber nicht. Zur Beurteilung gehört eine Beschreibung natürlich auch nicht

Insofern passt es schon zur Tätigkeitsbeschreibung bzw. anderen Ende – eben weil es nicht die Haupttätigkeit war. Man kann es aber auch nicht einleiten mit „war verantwortlich“, denn wenn du dafür verantwortlich warst, war es auch keine Nebentätigkeit oder „außerordentliche“ Tätigkeit. Daher ließe sich das eher einleiten mit: „Darüber hinaus engagierte sich Herr/Frau ______ in der Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie in der Kundenakquise.“


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Ok, ich habe verstanden, dass es keine Charaktereigenschaften sind. Ich fände es aber schade, wenn man es im allgemeine „Brei“ der Tätigkeiten einfach so untermischen würde. In meinen Augen würde es signalisieren, dass dass es irgendwie zu meinen Aufgaben dazu gehört. Daher auch die Idee, am Ende der aufgezählten Tätigkeiten einen neuen Abschnitt mit einem o.g. Einleitungssatz beginnen zu lassen und darin dann die außergewöhnlichen/außerordentlichen Themen nochmal aufzulisten.

Man kann doch beginnen mit „Darüber hinaus engagierte sich Herr/Frau ______ bei den folgenden Tätigkeiten: …
1. Einarbeitung neuer Mitarbeiter …
2. Akquise von neuen Kunden und Beraungsaufträgen …
3 . … “

Wenn die sonstigen Tätigkeiten auch als Spiegelstriche aufgeführt wurden, wäre es kein Stilbruch und man würde diese Tätigkeiten dennoch hervorheben.


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Naja, die Frage ist doch: Wie viel Zeit hast du wirklich dafür investiert, wie sehr hast du dich wirklich dort engagiert – und vor allem: Wenn das so viel war (und ja gar nicht zu deinen Kernaufgaben gehörte), was war dann mit dem eigentlichen Job? Hast du den dafür vernachlässigt oder war dir langweilig?

Du merkst, worauf ich hinaus will?! Das Zeugnis dokumentiert, wie du deine eigentlichen Aufgaben erledigt hast und bewertet diese („Qualifiziertes Arbeitszeugnis“ – http://karrierebibel.de/qualifiziertes-arbeitszeugnis/). Je mehr du Wert darauf legst, die „außerordentlichen“ (!!!) Tätigkeiten zu betonen, desto mehr nährt das Zweifel an der Arbeit für die du eigentlich bezahlt wurdest. Jedenfalls ist das ein klassischer Code für Personaler: Selbstverständlichkeiten loben und betonen oder eben Nebentätigkeiten, um zu signalisieren „Eigentlich war der Typ ne Null im Kernjob.“

Entweder, es waren „außerordentliche“ Tätigkeiten – dann werden sie auch nur beiläufig erwähnt – oder sie nahmen 20-30% deiner Arbeitszeit ein. Dann aber müsste man noch mal klar definieren, wie die Jobdescription aussah…


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