Vorstellungsgespräch

Seltsame Fragen

Gefragt am 24. Januar 2017, 09:33 Uhr von Swen Blau2 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 5
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Hallo Forum, ich hatte heute im Vorstellungsgespräch 1-2 Fragen, welche mir seltsam erschienen. 1. Was muss passieren, dass Sie die Firma nach 2 Monaten wieder verlassen oder 2. Was waren im Projekt Ihre grössten Schwierigkeiten. Ok, Frage 2 kann ich mir evtl. noch in etwa erklären. Aber Frage 1. Hatte das schon einmal jemand?

Gruss


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Platin528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5 hat am 24. Januar 2017, 09:37 Uhr geantwortet

Die Frage ist tatsächlich neu und originell. Dazu fallen mir 2 Dinge ein: Entweder es geht dabei um Loyalität und die Antwort müsste so in die Richtung gehen: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich habe ja auch nicht vor, nach 2 Jahren schon wieder zu gehen…“ Oder aber (was ich für wahrscheinlicher halte) es geht um Werte bzw. was für dich ein Jobkiller ist. Also Antwort in die Richtung: „Langweilige Aufgaben ohne Herausforderung, miese Unternehmenskultur ohne echte Teamarbeit, kein gutes Verhältnis zum Chef…“

Hier würde ich aber durchaus diplomatisch antworten und nicht zu dramatisch. Sonst könnte es sein, dass sich die Personaler sagen: „Oh, hohe Hürde. Das schaffen wir nicht, der geht also bald wieder – da stellen wir ihn erst gar nicht ein…“


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Hi Swen,

ich hatte die Frage 1 auch kürzlich in einem Gespräch bei einem Unternehmen – ich wusste von einem Freund, der gerade nach mehreren Jahren dort weggeht, weil sich die Stimmung und der Zusammenhalt dort enorm verschlechtert haben, dass dies der Grund ist, warum Mehrere dort gerade weggehen, der Abteilungsleiter sucht also dringend, das Unternehmen liegt aber etwas abseits von einem Ballungszentrum, daher will das nicht jeder, die Bezahlung ist aber wohl sehr gut.

Ich wollte mir aber selbst ein Bild von der Lage machen, habe also für das Gespräch zugesagt. Diese Frage war wohl, hier denke ich ebenso wie Jochen Mai, die Frage nach einem Jobkiller. Ich habe hier natürlich diplomatisch gesagt, dass schlechte Stimmung und mangelnder Zusammenhalt – und wie Du auch sagst, Mobbing und Bossing – Jobkiller für mich wären. Er wollte es aber noch genauer wissen, also wurde ich deutlicher und wollte seine Reaktion testen – eigentlich stand für mich zu diesem Zeitpunkt bereits fest, dass ich dort nicht arbeiten will, denn ich wusste ja aufgrund des Briefings durch meinen Freund, wie es dort bestellt ist, – er hat dann auch erkenntnisreich genickt und bis heute habe ich nie wieder etwas von diesem Unternehmen gehört … spricht auch irgendwie für sich denke ich. Inzwischen bin ich soweit, denke ich, dass ich keine Kompromisse mehr mache, ich verbiege mich nicht mehr, um einen Job zu bekommen, wenn ich merke, dass etwas dort nicht stimmt oder ich im Gespräch etwas doof finde, hake ich dies direkt ab! Ich habe (leider) genug schlechte Chefs und Abteilungen erlebt, um noch auf bestimmte Fragen so zu antworten, wie das Unternehmen es erkennbar hören will, nur um den Job zu bekommen oder wenigstens im Rennen zu bleiben.

M. E. gibt es in Deutschland zuviele zu schlechte Chefs, die nicht Führungskraft sein sollten, weil ihnen die menschlichen Führungsfähigkeiten fehlen, dass mir meine Lebenszeit zu schade ist, um sie mit diesen Menschen zu verbringen. Die sollen gerne andere tyrannisieren. Führen heißt nicht primär, autoritär sein und Menschen ins Feuer zu schicken, sondern mit gutem Beispiel voranzugehen, nicht in erster Linie immer nur an sich zu denken und seine Mitarbeiter zu verstehen, um sie motivieren zu können. Die Keule kann man immer noch herausholen, wenn es notwendig ist. In der Mehrzahl ist dies aber nicht der Fall, denke ich …

Grüße Thomas


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