Bewerbung

Selbstständigkeit im Lebenslauf

Gefragt am 24. März 2016, 09:03 Uhr von alfredo1980 Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Durch diesen Link hier (http://karrierebibel.de/karrierefrage-wie-macht-sich-eine-laengere-selbststaendigkeit-im-lebenslauf/) bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Finde aber nicht wirklich etwas zu diesem Thema bei euch.

In meinem Fall habe ich vor einigen Tagen Bewerbungen versendet, wo aus meinem Lebenslauf nur meine Tätigkeit bei Firma XY aufgeführt ist, nicht aber die Position wie z.B. Geselle oder halt Selbstständig.
Habe auf einer anderen Seite gelesen, dass eine Selbstständigkeit in Zeiten von diversen Ich AGs von Personalern negativ bewertet wird. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich mir damit nicht ins Knie geschossen habe. Denn ein Arbeitszeugnis für die Zeit der Selbstständigkeit liegt natürlich nicht vor, ist also eine Lücke die zu fragen führen kann. Wenn ich diese Lücke nun mit einer selbstständigen Tätigkeit erkläre, könnte sich der personaler doch auch veräppelt fühlen und ich würde eine vielleicht gute Chance verspielen.

Oder kann es vielleicht sogar im Nachhinein als versuchte Täuschung angesehen werden und ein Kündigungsgrund sein?


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Also: Zunächst einmal kann ich dich beruhigen – Selbstständigkeit wird von Personalern keinesfalls pauschal negativ beurteilt. Es kommt eher drauf an, was du selbstständig gemacht hast. Viele Promotionsjobs sind zum Beispiel selbstständig – das dient aber vor allem den Auftraggebern dazu, Kosten zu senken. Es bleibt eher ein Aushilfsjob. Anders sieht es aus, wenn du beispielsweise ein eigenes Unternehmen gegründet und aufgebaut hast. Selbst wenn das Unterfangen am Ende gescheitert ist, sind die Erfahrungen doch um einiges wertvoller als bei einem Minijob.

Die „Lücke im Lebenslauf“ kannst du wiederum ganz leicht mit einer Gewerbeanmeldung, mit Aufträge oder sonstigen Belegen nachweisen. Vielleicht geben dir einige deiner Kunden sogar ein Referenzschreiben. Dann ist das wunderbar belegt und die Lücke geschlossen – und eine Täuschung ist das dann eben auch nicht.


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Hallo,

auch ich machte schon einige Selbstversuche, mit einer Bewerbung aus meiner Selbständigkeit. Nur mal so als Test :-). Mir ist dabei auch aufgefallen, dass manches Unternehmen dies als Problem sieht. Vor allem in traditionellen Betrieben kann das vorkommen.

Die Regel ist das allerdings nicht. Sie sollten selbstbewusst damit umgehen. Sie lügen ja damit nicht und im Zweifel, können Sie ja durch Ihre Gewerbeanmeldung nachweisen, dass Sie selbständig sind bzw. waren.

Ein Problem kann das Ganze sein, wenn Sie keine Aufgaben, Erfolge in der Bewerbung erwähnen. Geben Sie ganz selbstbewusst an, welche Aufgaben Sie während der Selbständigkeit hatten! Vielleicht haben Sie auch Referenzen oder können Erfolge in Form von Arbeitsproben etc. vorlegen.

Sicherlich ist es nicht ganz klug sich als großer Geschäftsführer, der schon alles kann vorzustellen. Aufschneidern ist dabei fehl am Platz. Aber eben auf die erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten, welche Sie erworben haben hinweisen.

Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle, dass Sie es schaffen, einen Job zu bekommen. Ich habe immer großen Respekt vor Menschen, die auch mal was riskiert haben. Sie werden schon sehen, dass das auch einige Personalchef so sehen.

Viele Grüße
Josef Altmann


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Hallo, Alfredo!

Ich empfehle bei der Gestaltung von Lebensläufen auf jeden Fall, alle Positionen aufzuführen, wo sich sonst eine Lücke auftun würde. Inhalte, die man als Bewerber für nicht zielführend hält, sollten ggf. nicht so ausführlich oder andere Positionen breiter dargestellt werden.

Eine Tätigkeit als Selbständiger wird aber von Personaler-Seite sicher nicht allgemein als negativ bewertet, zumal das in manchen Bereichen einfach üblich ist. Wenn Sie glaubhaft Inhalte und ggf. Erfolge aufführen und dafür sogar Referenzen bekommen können, kann das Ihrem beruflichen Profil nur zugute kommen.

Viel Erfolg bei weiteren Bewerbungen!


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Als ehemaliger Selbstständiger kann man in ein Unternehmen sehr viel an Erfahrungen einbringen, die ein Angestellter in dieser Form niemals haben kann. Natürlich die selbstständige Arbeitsweise, das gesteigerte Kostenbewusstsein, die Kundenorientierung und noch viel mehr. Dies muss aber im Verlauf der Bewerbung nun so dargestellt werden, dass diese Erfahrungen für das Unternehmen als Mehrwert gesehen werden.

Was ich häufiger als problematisch erlebe, ist die Fragestellung, ob ein ehemals Selbstständiger sich wieder in einer Hierarchie unterordnen kann. Das sollte sauber argumentiert werden. Hier sind Argumentationslinien über Kunden als Auftraggeber und Zusammenarbeit in Projektteams nützlich.

Bei Leitungsfunktionen wird die Selbstständigkeit sowieso meistens als unproblematisch, eher vorteilhaft, gesehen.


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