Chef

Neugieriger Chef

Gefragt am 15. August 2016, 07:30 Uhr von SENSAII Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Ich arbeite seit 1,5 Jahren bei einem größeren Unternehmen als Sekretärin. Mein Chef: Abteilungsleiter. Er weiß, dass ich ledig bin. Ich bin schon 54 Jahre, sehe jünger aus, er ist gleichaltrig und verheiratet. Er kennt meinen Lebenslauf.

Am Anfang war alles noch recht entspannt, dann verwickelte er mich immer öfter in Gespräche über Privates. Er erzählt viel, auch viel über andere Kollegen und Privates. Ich fühle mich immer unwohler. Abends versuchte er oft, mich aufzuhalten. Bis ich eines Tages mal sagte, dass mich das stört und dass ich auch nicht mit ihm über mein Privatleben sprechen und diskutieren möchte. Er erzählt alles weiter.

Ich habe mehrfach geäußert, dass mir das nicht recht ist. Er ist mein Chef und ich möchte mein Privatleben nicht mit der ganzen Abteilung teilen. Ich glaube, er will meine Schwachpunkte herausfinden und obwohl ich ihm schon oft gesagt habe, dass ich lieber Single bin, als unglücklich verheiratet und das auch nicht so schlimm finde, gibt er keine Ruhe. Immer wieder fängt er an, rumzubohren.

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, er spricht nicht gut über mich bei den Kollegen. Und was noch viel schlimmer ist: Er versucht andere Kollegen, mit denen ich essen gehe, auszufragen. Wenn er sieht, dass ich mich mit jemandem gut verstehe, macht er den oder die schlecht. Ich habe ihm nix getan. Er tut freundlich, scheint aber den Plan zu haben, mich mürbe machen zu wollen. Nur mit welchem Ziel? ER hat mich eingestellt, er hat mich am Anfang immer gelobt und stolz über mich berichtet.

Ich finde ihn als Mann absolut unattraktiv wie viele meiner Kolleginnen auch: klein, dicklich, total unsportlich, neugierig und erzählt gern. Ich könnte noch viel mehr schreiben. Es geht mir wirklich an die Nerven. Ich habe das Gefühl, dass er über eine NL in der Nähe meiner Wohnung nun versucht Dinge über mein Privatleben herauszufinden oder es schon hat. Eigentlich nichts Schlimmes. Mein Leben ist unspektakulär, aber ich fühle mich kontrolliert und beobachtet. Ich habe schon Albträume und weiß gar nicht mehr, wie ich ihm entkommen kann. Eine Zeit lang, war es die finanzielle Schlechterstellung von alleinerziehenden und ledigen Frauen, nun argwöhnt er über mein soziales Umfeld, oder dass ich gern tanze. Ich bin nie krank, war bis vor kurzem gut gelaunt und sehr happy, diesen Job bekommen zu haben. Ich finde im meinem Alter natürlich auch kaum noch etwas und er weiß das. Was geht in diesem Mann vor?


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Offen gestanden, weiß ich natürlich auch nicht, was in diesem Mann vorgeht – wie auch?! Das weiß keiner. Der Beschreibung nach, könnte er ein sexuelles Abenteuer suchen, vielleicht ist er aber auch ein Mikromanager mit Kontrollzwang. Vielleicht beides. Aber das ist Küchenpsychologie – und auch nicht zielführend.

Die entscheidende Frage ist doch: Kannst du damit arbeiten und leben? Scheinbar ja immer weniger. Daher bleiben von den 3 üblichen Alternativen – love it, leave it or change it – nur die beiden letzten. Entweder suchst du dir einen neuen Job (was in ungekündigter Stellung leichter ist). Oder du versuchst das zu ändern und suchst noch mal ein klärendes Gespräch mit dem Chef. Aus strategischen Gründen würde ich das aber nur machen, wenn ich schon einen neuen Job in petto hätte.


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Ich bin bei sowas sehr direkt. Ich versetze mich mal in deine Situation. Wenn man deine Situation einfach mal gedanklich weiter führt, davon ausgehend, dass es wie auch bisher immer schlimmer, bzw. penetranter wird, dann ist der Arbeitsalltag so in wenigen Monaten wahrscheinlich kaum noch auszuhalten!

Ich würde da nicht lange fackeln. Ich würde mit leichtem Herzklopfen allen meinen Mut zusammen nehmen und einen Gesprächstermin mit meinem Chef vereinbaren mit der Ansage ich wolle etwas wichtiges klären. Dann würde mir beim Termin wahrscheinlich das Herz bis zum Hals klopfen :D
Aber dann würde ich im Gespräch eben genau meine Wahrnehmung äußern und nach den Gründen fragen. Entweder leugnet er (berechtigt oder unberechtigt) oder er gibt es zu. Dann muss über eine Lösung gesprochen werden. Und einzig und allein mein Bauchgefühl nach diesem Gespräch würde mich entscheiden lassen, ob meine Kündigung in den kommenden Tagen eingereicht würde. Denn ich verschwende keine Zeit in einen Job ohne Perspektive. Dann lieber (schlimmstenfalls) ein paar Wochen arbeitslos und auf zu neuen Ufern ^^


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