Arbeit & Kollegen

Kontraproduktives Verhalten

Gefragt am 04. September 2016, 18:05 Uhr von Berlustoni Blau2 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 5
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Hallo Zusammen,
ich habe ein Problem was mich zunehmest belastet und sich für mich sehr kontraproduktiv gestaltet: Während oder nach einem Arbeitstag (aber auch im Ehrenamt) neige ich dazu alles bis in kleinste Detail analysieren zu wollen – Worte, Blicke, Gesten etc. Einfach alles, und ich sitze dann oft zuhause und bin geistig damit beschäftigt, was ich alles besser machen könnte. Nur leider nimmt mir das auch meine Entspanntheit, weil ich eben am nächsten Tag noch mehr darauf achte.

Es ist ein Kreislauf, ich verkrampfe regelrecht und komme mir noch schlechter vor und werde unsicher und mache evtl. noch mehr Fehler. Schlussendlich leiden aber genau die Dinge, die ich besser machen wollte (zumindest ist das in meinem Empfinden so).

Gestern hatte ich für mich im Ehrenamt (DRK) ein Schlüsselerlebnis: Ich wurde einem Lauftrupp zugeteilt, aber dann doch kurzfristig in die Ambulanz eingeteilt. „Protest“ wurde kund getan, warum ich abgezogen werde, dabei habe ich gedacht ich erfülle meine Arbeit eher suboptimal.

Gibt es Tipps wie ich diesen Teufelskreis entkommen und in konstruktive Bahnen lenken kann? So wie es jetzt ist, schadet es mir mehr als es mir nützt.


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Öffentlich


 

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Hallo Berlustoni,
natürlich fällt es mir schwer von hier aus zu beurteilen, wie schwerwiegend dieser Drang zum „Grübeln“ und „Analysieren“ ausfällt. Womöglich helfen da auch gar keine Tipps (wie hier: karrierebibel.de/gruebeln-gruebler/) mehr, sondern nur noch die Hilfe durch eine Fachkraft – etwa einen Psychologen oder Therapeuten.

Ansonsten aber würde ich mich – wenn du schon so intensiv analysierst – fragen, warum du das tust oder scheinbar tun musst? Ist es vielleicht ein unerkannter Zwang zum Perfektionismus (hinter dem auch ganz viel Unsicherheit und ein geringes Selbstwertgefühl stecken können)? Oder steckt dahinter ein starkes Bedürfnis nach Harmonie und sozialer Anerkennung (und falls die nicht so ausfällt, wie erhofft, wird eben analysiert…)?

So oder so scheint mir hier eine starke Abhängigkeit des Selbstwerts von der Beurteilung anderer. Das hört sich zunächst komisch an, weil du dich ja selber analysierst. Aber du sprichst ja von „Worten, Gesten, Blicken“ – also externem nonverbalem Feedback. Oder anders gesagt: Wärst du dir deiner selbst und deinem Wert sicher, könnte dir (im Extrem) auch egal sein, wie andere darauf reagieren.

Natürlich kann man jetzt keine Psychoanalyse in einem Frage-Forum durchführen – aber das vielleicht erst einmal nur als Anregung. Den Fachmann würde ich aber auch empfehlen… Das ist keine Schande!


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