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Jobsuche Ü50 nach ö. D.

Gefragt am 17. Juli 2016, 16:43 Uhr von Anni63 Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Guten Tag!
Bisher habe ich noch kein ähnliches Problem unter den Fragen/Antworten auf dieser Seite gefunden.
Meine erste Ausbildung war die zur Verkäuferin und Einzelhandelskauffrau, darin habe ich nur 1 Jahr Berufserfahrung gesammelt, denn gleich im Anschluss daran habe ich eine zweite Ausbildung im öffentlichen Dienst begonnen und erfolgreich abgeschlossen.
Ich bin Ü50, seit nunmehr fast 30 Jahren im öffentlichen Dienst tätig und verbeamtet. Somit ist das eigentlich ein ‚bombenfester‘ Job, doch leider haben mich die dort herrschenden Umstände und Gepflogenheiten, sowie auch meine große Leistungsbereitschaft in den letzten Jahren immer wieder an meine Grenzen gebracht. Da ich nun seit Wochen erneut krankgeschrieben bin, werde ich demnächst wahrscheinlich dienstunfähig.
Nach langer Zeit der Sorge und Zukunftsangst habe ich mich inzwischen mit diesem Gedanken abgefunden, da dies für meine Gesundheit wohl das Beste sein wird. Obwohl ich dann eine Mindestpension bekommen werde, müsste ich meine Einkünfte jedoch noch mit einem Job aufbessern, was ich auch sehr gerne tun würde, denn ich bin nicht arbeitsunfähig. In den letzten Wochen hat mich dieser Gedanke sehr beschäftigt und mir ist schnell klargeworden, dass es dabei für mich enorme Hürden zu überwinden gibt. Davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie es in der freien Wirtschaft inzwischen abläuft, weiß ich gar nicht, mit welchen Fähigkeiten ich mich überhaupt bewerben soll/kann. Denn das, was ich in den vergangenen 30 Jahren gelernt habe, kann ich in der freien Wirtschaft nicht anwenden. Zumindest wüsste ich keinen Beruf, der so arbeitet und diese Art Kenntnisse voraussetzt. Für meine umfänglichen und unterschiedlichen Tätigkeiten habe ich stets sehr gute Beurteilungen erhalten, ich könnte also recht gut mit methodischen und sozialen Kompetenzen punkten, jedoch weniger mit Fachkompetenz (außerhalb des ö. D.). Nun habe ich weder eine Idee, WAS ich in Zukunft arbeiten könnte, bzw. WIE ich mich für einen eventuell möglichen Job bewerben sollte, um überhaupt in die engere Wahl zu kommen. Gibt es für mich in meiner Situation Chancen noch einen interessanten Job zu finden, und wenn ja, wie mache ich auf mich aufmerksam? Vermutlich wären meine Chancen größer, wenn ich irgendwelche Beziehungen hätte, doch die habe ich nicht. Können Sie mir Tipps geben, wie ich mir Möglichkeiten erschaffen könnte, mich überhaupt präsentieren zu dürfen? Danke und Gruß


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Öffentlich




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Liebe Anni,

wie ich sehe, hat dir hier noch niemand geantwortet. Natürlich ist es leichter dir einen konkreten Tipp zu geben, wenn du mehr Details aus denen Lebenslauf und insbesondere zu deiner letzten Tätigkeit geschrieben hättest.
Es gibt sehr viele Jobs bei denen Fachkenntnisse nicht oder nur im geringen Umfang erforderlich sind, bzw. sich schnell angeeignet werden können. Ich denke zum Beispiel an die ganzen Geisteswissenschaftler, die nach dem Studium oft nicht im Bereich ihrer Ausbildung arbeiten. Aber auch im nichtakademischen Bereich, gibt es jede Menge Stellen, bei denen es vor allem überfachliche Kompetenzen ankommt, wie Gestaltungsmotivation, analytische Fähigkeiten, Organisationstalent, Schnittstellenkompetenz, adressatenorientiertes Kommunizieren etc. Wie gesagt, es würde leichter fallen dir etwas konkretes zu empfehlen, wenn ich deinen beruflichen Hintergrund und vielleicht noch deine Ausbildung kennen würde. Das erstmal zum Thema „Was“ in Frage kommen könnte.
Das „Wie“ ist dann schon leichter zu beantworten. Du musst dir Stellen raussuchen und dich bewerben! Egal was du liest, wie man anscheinend an Stellen kommt, die aller meisten Jobs werden über ganz klassische Bewerbungen vergeben und ich sehen keinen Grund, warum das bei dir nicht klappen sollte. Ich lese ab und zu etwas von einen anscheinend sehr großen verdeckten Arbeitsmarkt, aber wenn meine Klienten berichten, wie sie an ihre Jobs gekommen sind, dann höre ich sowas komischerweise nicht. Mindestens 80% der Stellen werden meines Erachtens über ganz normale Onlinebewerbungen vergeben, 15% über Personalvermittler und 5% dann tatsächlich über Beziehungen. So jedenfalls meine grobe Schätzung.
Wenn du wirklich größere Schwierigkeiten hast, eine passenden berufliche Perspektive zu finden, dann macht es sicher Sinn, wenn du dir eine ganz pragmatische Karriereberatung in deiner Nähe suchst. Es kommt dabei darauf an, dass jemand systematisch deine fachlichen und überfachlichen Kompetenzen erfasst und auch stabilere Eigenschaften von mit berücksichtigt, die sich bei Menschen in der Regel nicht so schnell verändern und über die Zeit stabil bleiben, sog. Persönlichkeitseigenschaften. Aus diesem Portfolio sollte es dann möglich sein, auch für dich ein oder zwei berufliche Perspektiven zu entwickeln. Alleine ist sowas in der Tat machmal schwer.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen!


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