Arbeitsrecht

Habe ich Anspruch mir das Urlaubsgeld nach einer Kündigung in der Probezeit auszahlen zu lassen?

Gefragt am 27. Juli 2016, 17:19 Uhr von LocoLia Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Bei dem Fall ist es wirklich etwas knifflig: Ich wurde nach 5 Monaten in der Probezeit mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt. Mir wurde gesagt, dass ich noch 11 Urlaubstage zu Verfügung habe und diese somit nehmen soll um nach dem Kündigungsgespräch nur 2 Tage arbeiten zu müssen. (Jetzt wo ich euch das so schreibe, frage ich mich noch wo der eine Tag von den 11 in deren Rechnung geblieben ist?!?!)
Aber da ich seit längerem krank und in Behandlung bin, hatte ich zufällig am nächsten Tag einen Termin beim Arzt und wurde über die Zeit hinaus (ca. 3 Wochen) krank geschrieben! Das bedeutet ja, dass ich die 11 Urlaubstage gar nicht in Anspruch genommen habe (auch keinen einzigen während ich dort 5 Monate lang gearbeitet habe) Ich würde jetzt gerne Wissen, ob ich mir das auszahlen lassen kann? Wie sieht es denn da mit der Rechtslage aus? Im Arbeitsvertrag ist das nicht so spezifisch geregelt.

Danke für die Hilfe !!!!


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Öffentlich




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Das ist eine sehr interessante Frage!
Ich habe das Thema einmal anrecherchiert (ich bin kein Jurist!), aber in der Tat gab es 2012 ein Urteil von Bundesarbeitsgericht dazu ein Urteil, dass der Urlaub ausbezahlt werden musste. Allerdings war der Arbeitnehmer in diesem Fall unmittelbar nach der Beendigung in einem neuen Arbeitsverhältnis. Er hatte daher keine Möglichkeit seinen Jahresurlaub komplett zu nehmen. Und das war auch die Argumentation für das Urteil. Ich vermute aber, dass du wirklich einen Anspruch hast, deine Urlaubstage ausbezahlt zu bekommen, da es eigentlich keine Rolle spiele dürfte, ob du unmittelbar in eine Folgebeschäftigung gehst. Das Geld müsste dir dann mit der letzten Gehaltsabrechnung ausbezahlt werden. An deiner Stelle würde ich das mal fordern. Sollte dein Arbeitgeber dann nicht zahlen und du willst immer noch auf deinen Anspruch bestehen, dann brauchst du sicher arbeitsrechtliche Unterstützung. Ich konnte nur leider keinen Fall finden, der deinem entspricht und ich vermute, dass so ein Fall noch nicht verhandelt wurde.
Aber vielleicht findet sich hier ja nicht ein Arbeitsrechtler, der von einen Fall weiß oder mit Sicherheit sagen kann, ob einen Anspruch aus den bisherigen Rechtsprechungen ableitbar ist.


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