Berufswahl

Falsche Entscheidung

Gefragt am 13. September 2015, 13:15 Uhr von Remus Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Hallo,

heute bereue ich ziemlich bitterlich, dass ich vor 2 Monaten ein gutes Unternehmen verlassen habe, um auch nochmal etwas anderes zu sehen, andere Aufgabengebiete, neue Herausforderungen. Ich war beliebt, wurde scheinbar doch mehr gefördert als ich dachte…

Die Stelle auf der ich heute sitze klang in der Stellenbeschreibung sehr verlockend, hat auch in privater Hinsicht viele Vorteile.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich zurück zu meinem alten Arbeitgeber sollte, da es mir dort wirklich gut gefallen hat. Ich bin morgens voller Elan aufgestanden um arbeiten zu gehen. Ich hatte allerdings keine Freizeit mehr (bedingt durch Fahrtweg und hohe Arbeitslast)

Im neuen Unternehmen fühle ich mich nicht wirklich wohl. Die Kollegen sind schwer beschäftigt, wollen keine Zeit für Einarbeitung aufbringen…

Der Teamleiter kommt sporadisch auf einen zu, um nach dem Status von XY zu fragen. Ansonsten gibt es keinerlei Feedback zu irgendwas…

Ich frage mich nun wirklich, was an dieser Stelle die richtige Entscheidung ist. Aktuell sieht mein Lebenslauf leider weniger gut aus.

Arbeitnehmer A = 5 Monate – verlassen aufgrund miserabler Arbeitsbedingungen (und das meine ich wirklich ernst)

Arbeitnehmer B = 3 Jahre, 9 Monate – verlassen um nochmal in ein anderes Unternehmen in gleicher / ähnlicher Branche zu sehen. Ich konnte mir mit aktuell 29 einfach nicht vorstellen, immer hier zu bleiben ohne nochmal was anderes zu sehen…man muss aber auch dazu sagen, dass ich für dieses Unternehmen gelebt habe, vielleicht sogar mehr gearbeitet als Privatleben.

Arbeitnehmer C = seit 2 Monaten hier und nicht wirklich zufrieden. Die Stelle entspricht nicht wirklich dem, was im Stellenangebot stand. Zwischen dem Teamleiter und mir scheint die Chemie nicht ganz zu stimmen ;(. Das Unternehmen ist technologisch weiter hinter Arbeitnehmer B….In privater Hinsicht hat die Stelle viele Vorteile. Hier arbeitet sich tatsächlich niemand „kaputt“.

Ich kann nicht beschreiben was es war, aber irgendetwas muss mich ja getrieben haben, Arbeitnehmer B zu verlassen. Auch wenn ich mir aktuell die Vorstellung schön ausmale, habe ich auch irgendwie Angst vor einer Rückkehr.

Ich könnte mich vielleicht mit einem etwas längeren Aufenthalt bei C arrangieren, aber ob ich dann mit Herzblut dahinter stecke bleibt fraglich.

Was wäre aus eurer Sicht ratsam, sinnvoll. Erstmal weiter bei C, Routine und Erfahrung sammeln? Zurückrudern? Oder nochmal neue Suche nach Arbeitnehmer D?

Ich bin sehr verzweifelt…spüre eine starke Abhängigkeit von B, was ja auch nicht so normal sein kann…


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Hallo,

es ist natürlich schwierig, aus der Ferne die Situation genau zu beurteilen. Nachdem ich mir Ihre Beschreibungen durchgelesen habe, würde ich jedoch denken, dass Sie in Ihrer aktuellen Situation nicht langfristig glücklich werden.

Sie schreiben zwar, dass Sie sich mit einem Verbleib bei Arbeitgeber C arrangieren können, doch gleichzeitig geben Sie zu, verzweifelt zu sein. Daher denke ich, dass es durchaus sinnvoll wäre, einen anderen Arbeitgeber zu wählen – auch, weil Sie selbst sagen, dass Sie nicht wirklich mit dem Herz dabei wären.

Bleibt noch die Frage, ob der Weg zurück zu Arbeitgeber B oder zu einem neuen Unternehmen führen sollte. Hier sollten Sie vermutlich danach entscheiden, was Sie sich für sich (und auch Ihre Familie) für die Zukunft wünschen. Sie scheinen bei B sehr eingespannt gewesen zu sein, ohne viel Freiräume für Ihr Privatleben.

Fragen Sie sich, worauf Sie Ihre Prioritäten legen wollen: Zieht es Sie zurück zum alten Arbeitsplatz, trotz harter und anstrengender Arbeit oder spricht das Gefühl der Abhängigkeit dagegen und Sie sehen sich eher in einem anderen Unternehmen?

Wenn Sie wissen, was Sie wirklich wollen, können Sie sich entscheiden.

Beste Grüße
Nils Warkentin


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Ich hätte da mal einen ungewöhnlichen Tipp: Wirf eine Münze – Kopf/Arbeitgeber B; Zahl/Arbeitgeber C… Das, was du dir im Flug noch wünschst, das ist letztlich deine Entscheidung – auch wenn sie dir selbst noch nicht bewusst ist.

Ich schließe mich da auch Nils an: Es klingt so, als hättest du dich – trotz „arrangierens“ – längst gegen C entschieden. Dann zum alten Arbeitgeber zurückzukehren ist schwer – aber nicht unmöglich. Da du da noch Kontakte hast, kannst du ja mal vorsichtig anfragen und sagen, dass du geläutert bist… ABER: Dir muss klar sein, wenn du zurückkehrst MUSST du eine Weile dableiben, idealerweise mindestens 2-3 Jahre. Sonst sieht das im Lebenslauf katastrophal aus. Das schränkt dich dann natürlich enorm ein.

Insofern ist es tatsächlich auch eine strategische Frage, ob man nicht die Backen zusammenkneift und erst mal das Beste aus seiner Situation macht – mit dem Lebenslauf im Blick. Wechseln kann man später immer noch. Aber du brauchst beim nächsten Wechsel halt auch eine gute Story, Konstanz und Erfahrungen, damit der gelingt. Mit Jobhopping sieht das einfach nicht gut aus…


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Danke für eure Antworten!

Im Prinzip macht mir eine Sache am meisten „Angst“. Die Erkenntnis, dass das Aufgabengebiet doch recht weit von meinem alten entfernt ist. Da mir das alte Aufgabengebiet doch viel Spaß gemacht hat, habe ich nun Sorge, dass ich im alten Aufgabengebiet keinen Fuß mehr fassen kann. Ist die Sorge berechtigt? Viele sagen mir, dass ich auch auf die Vorteile des neuen Jobs achten sollte, dass es keine Fehlentscheidungen in diesem Sinne gibt, sondern jede Entscheidung auch seinen Mehrwert hat.

Ich glaube man merkt, dass ich versuche mir ein „Hintertürchen“ offen zu halten. Keine Ahnung, ob das positiv oder negativ ist…Vielleicht weil mir Arbeitgeber B doch ziemlich gut gefallen hat ;).


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