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Dunning-Krüger Effekt auf Arbeitszeugnissen

Gefragt am 26. März 2016, 09:49 Uhr von StefanieS Blau2 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 52 votes, average: 4,50 out of 5
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In der Uni bewerten einen die Professoren. Im Arbeitsleben und gerade dann, wenn sich eine Mutter/Vater nicht den besten Job aussuchen kann, gibt es gerade in der Informatik Vorgesetzte, welche keine Ausbildung in der IT haben. Dunning und Kruger kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen, überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen, das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen. Ich frage mich nach wie vor, wie Vorgesetzte ohne nachgewiesenes Fachwissen, dass Fachwissen ihrer Untergebenen bewerten können?

Welche Aussage/ Informationskraft hat so ein Arbeitszeugnis?


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Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob derjenige, der sagt, seine Vorgesetzten verfügen nicht über das nötige Fachwissen, nicht selbst Opfer der Dunning-Kruger-Effekts (http://karrierebibel.de/dunning-kruger-effekt/) ist und seine eigenen Fähigkeiten überschätzt bzw. die der Vorgesetzten unterschätzt!

Danach aber geht es im Zeugnis ja gar nicht darum, die objektive Wahrheit zu finden (das ist Aufgabe eines Gerichts), sondern eine subjektive Einschätzung der Leistungen des Mitarbeiters. Das ist aber immer noch besser als nur die Einschätzung des Bewerbers zu kennen – der sich logischerweise immer im besten Licht darstellt. Es dient einfach der Objektivierung von werblichen Aussagen im Anschreiben.


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Hallo,

ein Vorgesetzter bzw. Vorgesetzte, braucht kein nachgewiesenes Fachwissen um untergebene zu bewerten. Allenfalls braucht der Vorgesetzte Fachwissen – warum nachgewiesen? Ein Studium ist zwar eine tolle Art Wissen zu erwerben, aber es gibt auch andere Weg? Bücher, wissenschaftliche Arbeitet etc. sind frei zugänglich.

Vorgesetzte können also auch Fachwissen mitbringen, ohne dies durch ein Zertifikat oder Zeugnis nachzuweisen.Vor allem in Amerika hatten viele sehr erfolgreiche Gründer, die heute auch Vorgesetzte sind, keinen regulären Abschluss. Dennoch müssen bzw. sollten sie auf ihrem Gebiet gut aufgestellt gewesen sein.

Ein zweiter Gedanke der mir zu Ihrer Frage durch den Kopf eilt ist. Vielleicht bewertet ein Vorgesetzter mit geringen Kompetenzen eine Arbeit noch viel besser aus Sicht der Kunden. Weil er nicht ganz so voreingenommen an die Sache geht, wie dies bei einer Fachkraft der Fall ist. Das ist dann doch nicht schlecht. Denn es zählt ja auch nur das Resultat, welches der Kunden wünscht und nicht jenes, was fachlich am besten wäre.

Zu Ihrer zweiten Frage: „Welche Aussage/ Informationskraft hat so ein Arbeitszeugnis?“Meiner Meinung nach hängt das von mehreren Faktoren ab. Wer stellt das Arbeitszeugnis aus? Welchen Wert geben eine Leserin bzw. ein Leser diesem Zeugnis? Wie fügt sich ein Arbeitszeugnis in den sonstigen Lebenslauf ein? Ein Arbeitszeugnis von einer bekannteren Person bzw. einer bekannteren Organisation, wird meiner Meinung nach meist mehr Anerkennung erfahren. Dann kommt es natürlich auch darauf an, wer es bekommt. Personalverantwortliche sind einzigartige Lebewesen und dieser Umstand bringt es mit sich, dass jeder Mensch ein Arbeitszeugnis auch etwas anders bewertet. Ein weiter Faktor der ebenfalls Einfluss auf die Aussagekraft hat ist, wie sich das Arbeitszeugnis in den sonstigen Lebenslauf einer Person einfügt. Wenn 3 Arbeitszeugnisse schlecht waren und eines ist dann extrem gut, könnte man sich die Frage stellen, ob das Arbeitszeugnis nicht eine Gefälligkeit ist.

Viele Grüße
Josef Altmann


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Klar, ich gebe Ihnen Recht, durch Fachbücher kann man jegliches Wissen erwerben.

Ich möchte gerne als Architekt auf dem Bau arbeiten, habe viele Bücher dazu gelesen. Darf mich aber nicht Architekt nennen, da ich keine Architektur studiert habe.

Dann dachte ich, arbeite ich als Arzt. Wieder las ich viele Bücher. Mist darf auch nicht als Arzt arbeiten.

Gut, dachte ich, probiere ich es als Jurist. Mist, ich darf noch nicht mal Rechtsberatungen durchführen!

Mein Freund ist Zimmermann, wollte als Lehrer arbeiten, weil er gut mit Kindern kann. Darf er auch nicht!
Noch nicht mal unseren Dachstuhl durfte er alleine Planen, da muss der Baustaiker ran! Obwohl mein Freund doch so viel Praxis hat!

WARUM?

In der IT kann doch auch jeder mitreden, wie er möchte, jeder kann Lösungen bewerten, ohne Ausbildung in der IT, da reicht es doch auch, wenn man Bücher gelesen hat!

Ich mach mich jetzt dafür stark, dass das Informatikstudium abgeschafft wird, kostet doch dem Staat nur Geld, wo das doch auch jeder ohne Studium alles bewerten kann!


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