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Diskrete Bewerbung ohne Arbeitszeugnis?

Gefragt am 02. Mai 2017, 07:11 Uhr von BejaminU Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Hallo
Ich arbeite sei sechs Jahren unbefristet in einem Unternehmen.
Nach diversen Umstrukturierungen und Personalwechseln habe ich mich dazu entschlossen mich um eine neue Stelle in einem anderen Unternehmen zu bemühen. Wenn ich meinen derzeitigen Arbeitgeber nach einem Arbeits- o. Zwischenzeugnis frage schöpft dieser Verdacht. Dafür ist unser Chef allseits bekannt.
Ist es sinnvoll sich ohne Zeugnis des jetzigen Arbeitgebers zu bewerben? Oder soll Ich das Risiko eingehen und nach einem Arbeitszeugnis verlangen, auch wenn das für mich Nachteile bei meinem jetzigen Arbeitgeber nach sich ziehen würde?

Danke für die Antwort


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Hat dein Vorgesetzter gewechselt oder hast du intern deine Stelle gewechselt? Dann wäre das ein unverdächtiger Grund, nach einem Zwischenzeugnis zu fragen. Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle ohne Zwischenzeugnis bewerben, die Aufgaben aber im Anschreiben und im Lebenslauf schildern.


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Hallo Tanda, um den Betriebsfrieden nicht zu gefährden, schickst du die Bewerbung einfach ohne Zeugnis und beschreibst deine aktuelle Tätigkeit. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, dass niemand bei deinem jetzigen Arbeitgeber nachfragt, bittest du in einer Extra-Zeile um Vertraulichkeit. Noch mehr Tipps zur diskreten Bewerbung findest du übrigens hier: http://karrierebibel.de/diskrete-bewerbung/ . Grüße Christian


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Hi BenjaminU,

das ist tatsächlich das erste Mal, dass ich von jemandem höre, der wirklich seinem gegenwärtigen Chef offen seine Wechselabsichten kund tun will. Da kann man sich ja auch gleich zum Abschuss freigeben. Es gilt doch immer die eiserne Regel, dass man im alten Hafen immer erst dann die Segel streicht, wenn man bereits in einen neuen Hafen eingelaufen ist! MaW heisst dass, man verkündet den Wechsel doch immer erst dann, wenn man beim neuen Arbeitgeber bereits unterschrieben hat. Alles andere wäre doch glatter Karriere Selbstmord. Natürlich ist man die totale lame duck und es beginnt das Nachtreten, wenn man noch im alten Job ist und jeder weiß, dass man eigentlich wechseln will, aber noch nichts Neues hat. Man sagt ja auch nicht zu seiner Freundin, eigentlich finde ich Dich doof und will eine Neue, aber ich bleib noch bei Dir, bis ich eine Neue habe?? Dass Chefs das persönlich nehmen, ist ja klar (Ich rede jetzt nicht von den objektiven Fällen, dass der Partner/ die Familie umzieht o. ä. und man daher den Job kündigt, sondern von den Fällen, wo man über die Gründe geteilter Meinung sein kann – was wohl die Mehrzahl ist).

Damit ergibt sich die Antwort auch von selbst – man bewirbt sich aus einem laufenden Arbeitsverhältnis NIE mit einem Zwischenzeugnis des alten Chefs, wenn es nicht ein objektiver Fall ist (Umzug, Schließung des Unternehmens, o. ä. …). Habe ich selbst bei meinen Wechseln auch noch nie gemacht und wurde auch nie gefragt. Auch alle in meiner Umgebung in FFM handhaben das so … und die Fluktuation ist hoch hier! Was soll denn der neue potentielle AG denken, wenn man keinen objektiven Grund hat? Dass der Chef weiss, dass man wechseln will und einem auch noch ein Zeugnis mit auf den Weg gibt nach dem Motto … Schöne Grüße und hoffentlich ist der bald weg? Dann kann man nicht die Stütze der Abteilung gewesen sein, wenn der Chef so wenig an einem hängt. Wurde einem der Wechsel evtl. sogar nahe gelegt??? Wie bei Schweinsteiger bei ManU und Götze beim FC Bayern, weil einen dort keiner mehr wollte?? Das kann nicht gut ausgehen für einen selbst. Außerdem kann die Suche durchaus lange dauern, 1 Jahr ist dabei überhaupt keine Seltenheit und in dem Jahr ist man im alten Job abgeschrieben, wird nicht mehr mit einbezogen usw. … und das weiß dann auch der neue Chef! Glaube kaum, dass einen das für den neuen Job attraktiver macht. Was ist denn, wenn es mit der Jobsuche erstmal nicht klappt, weil man für den Markt nicht so attraktiv ist, wie man denkt und man die Jobsuche wieder aufgibt? Dann sollte man sich doch besser die Chancen im alten Job offen halten, um dort noch Steps zu machen o. ä. – anderenfalls sitzt man dort in der Sackgasse … und dem neuen Chef das zu erklären, wird noch schwerer.

Daher der dringende Rat: Auf keinen Fall nach dem Zwischenzeugnis fragen, es sei denn Chefwechsel o. ä., s. o. Tanda sonst NO – ein Nachteil ist das im neuen Job idR nicht, weil die Chefs das wissen, das das Usus ist. Ich bin noch NIE nach einem Zwischenzeugnis gefragt worden und nur ein einziges Mal, ob mein Chef von meinem Wechsel weiß. Ich habe gesagt, natürlich nicht – und damit war das Thema erledigt. Den Job habe ich bekommen, bin in diesem heute aber bereits nicht mehr, weil ich eine höhere Position in einem weiteren Job (wiederum geheim) angenommen habe.

Natürlich muss man das Abschlusszeugnis des alten Jobs später im neuen Job vorlegen, daher muss man in der Kündigungsfrist nach Verkündung im alten Job aufpassen und alles dokumentieren, damit die später in das Zeugnis keinen Mist schreiben, um einem die Kündigung heimzuzahlen.

Grüße Thomas


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