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Chef ignoriert Mittagspause und fordert festgelegte Arbeitszeiten

Gefragt am 03. Oktober 2015, 17:35 Uhr von Happa Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Hallo! Ich komme super mit meinem Chef klar, inhaltlich wie persönlich. Nur bei „weichen“ Themen wie Mittagspause oder Feierabend reagiert er emotional, schnippisch und lässt nicht mit sich reden. Beispiel: Montags liefert ein Caterer das Essen (wir haben keine Kantine). Bis halb eins muss man da gewesen sein, sonst ist nichts mehr übrig. Für dieses Essen zahlen wir. Der Chef legt seit ein paar Wochen das Team-Meeting immer so, dass komplett die ganze Mittagspause dafür drauf geht. Wenn wir auf das Essen verweisen ernten wir nur Schulterzucken und unsachliche Bemerkungen. Dann müssten wir halt ohne Essen klar kommen, würde er ja auch. Wir dürfen das Haus dann auch nur bis 13.30 verlassen, um uns was zu holen (so zahlen wir dann auch noch schön doppelt…), was nicht mehr machbar ist, da wir am Ortsrand liegen und in die Stadt fahren müssen. Bis 13.30 Uhr muss man wieder da sein, da sonst die Personalabteilung blöde Fragen stellt. Später oder früher das Meeting zu machen geht nicht, da unser Chef zu viele Termine hat.
Nächster Punkt, genauso unangenehme, emotionale und stressige Diskussionen: Wir haben Gleitzeit. Laut Arbeitsvertrag kann der Vorgesetzte auch was anderes verlangen. Unsere Branche bringt es mit sich, dass wir unsere Kunden bis maximal 9 Uhr morgens (wir fangen um 7.15-7.30 Uhr an) erreichen, danach meist den ganzen Tag nicht mehr. Also kann ich morgens gut offene Fragen klären. Entsprechend mache ich und einige andere um 16.30 Uhr-17.00 Uhr Feierabend (halbe Stunde MIttagspause, länger ist nicht drin). Bei unseren Kunden ist auch meist um 17.30 Uhr-18 Uhr Feierabend. Das führt dazu, dass unser Chef, wenn er um 18 Uhr aus seinen Terminen kommt (er fängt um 9 Uhr an), kaum jemanden mehr vorfindet mit dem er – Zitat – nochmal über den Tag quatschen kann. Außerdem könne es ja vorkommen, dass ein Kunden abends noch gaaaanz dringend was braucht und dann sei ja keiner mehr da. Also arbeitet jeder von uns einen Tag in der Woche bis 17.30 Uhr. Dies ist seit 1,5 Jahren so. In dieser Zeit sind bei mir exakt drei (!!!) Anrufe eingegangen, nach denen ich noch was machen konnte. Keiner dieser Anrufe war so dringend, dass es nicht noch am nächsten Tag problemlos gereicht hätte. Eigentlich sitzen wir ab 16.45 Uhr nur noch unsere Zeit ab. Kaum eine Mail oder ein Anruf! Dieses Argument glaubt uns unser Chef nicht bzw. er ignoriert es. Nun will er mit der Begründung, dies sei arbeitsinhaltlich erforderlich (dann geht es laut Arbeitsvertrag), dass keiner von uns vor 8 Uhr kommt und niemand vor 18 Uhr geht. Also 10 Stunden und idealerweise mehr. Überstunden sind obligatorisch. Wer keine macht, ist noch nicht ausgelastet genug, auch so eine Aussage, die wir öfters hören. Sachliche Argumente mit Verweis auf den tatsächlich angefallenen Arbeitsaufwand in 1,5 Jahren nach 17 Uhr zählen nicht. Er will einfach, dass die Leute da sind. Punkt, Ende, Aus. Sogar Kollegen aus unserem Team, die von der Regelung nicht betroffen sind, das sie einen anderen Chef haben, haben sich schon angeboten, unsere Telefone zu nehmen, da sie ohnehin länger da sind. Aber ohne Erfolg. Zählt nicht.
Habt ihr so was schon mal erlebt und wie seid ihr damit umgegangen? Normalerweise kann ich auch Probleme sehr gut mit meinem Chef besprechen, aber bei diesen „arbeitsrechtlichen“ Fragen macht er komplett zu und wird extrem unangenehm. Personalabteilung kann man knicken. Dem Personalchef traut keiner und die entscheiden nur für das Unternehmen.
Kündigung ist aus familiären Gründen auch keine Option. Ich woihne im ländlichen Bereich, da ist es schwer, qualifizierte und gut bezahlte Jobs zu finden.

Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten, im Namen meines Teams!


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Außerdem macht der Job sehr viel Spaß! Ich würde jeden Tag mit Freude zur Arbeit gehen, wenn diese lästigen, nicht mehr zeitgemäßen und aus meiner Sicht auch unsachlichen „Nebenkriegsschauplätze“ nicht wären!


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