Bewerbung

Als Frau Anfang 30 nur Absagen?

Gefragt am 30. Mai 2015, 18:27 Uhr von Glitterazi Blau0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5
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Hallo zusammen,

ich habe Ende letzten Jahres meinen Job als PR-Beraterin gekündigt, stand ganz kurz vorm Burn-Out und die Arbeitsatmosphäre war echt unter aller S**.

Seitdem suche ich was Neues. Habe bisher an die 50 Bewerbungen verschickt und wurde sagenhafte 6mal zum Gespräch eingeladen. Zwei davon waren bei Zeitarbeitsfirmen, wo die Stellen (angeblich…) leider schon besetzt waren. Also kann man die wohl gar nicht mitzählen. Meine Unterlagen wurden kürzlich bei einem Coaching begutachtet und es gab nur kleinere Verbesserungsvorschläge. Daran sollte es also nicht scheitern. Schicke auch keine Massenbewerbungen. Ich suche im Bereich Unternehmenskommunikation/Öffentlichkeitsarbeit. Passende Stellenausschreibungen finde ich recht oft, komme pro Monat auf ca. 10 Bewerbungen. Ich bin weiblich und 32 Jahre – könnte es daran liegen, dass ich fast immer Absagen erhalte? Bin nun dazu übergegangen, im Lebenslauf neben „ledig“ auch noch „keine Kinder“ zu schreiben. Das Zeugnis meines letzten Arbeitgebers ist sehr gut, das sollte auch kein Out-Kriterium sein. Was mir halt aufgefallen ist, dass die Stellenanzeigen in dem Bereich oft Bewerber mit ganz verschiedenen Studiumsabschlüssen ansprechen (von Geisteswissenschaften über Journalismus, BWL etc.). Damit spricht man natürlich mehr potentielle Bewerber an als wenn es z.B. heißt „Wir suchen einen Buchhalter“. Hatte neulich ein Gespräch, da erzählte man mir später, dass sich 300 Leute auf die Stelle beworben hatten… Ich suche bisher fast nur über Online-Jobbörsen wie StepStone usw. Gibt es Seiten, die vielleicht nicht so überlaufen sind, also wo sich eventuell nicht so viele Leute auf eine Stelle bewerben? Bin so langsam am Verzweifeln :(

Danke schon mal für jeden Tipp!


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Platin528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5 hat am 30. Mai 2015, 18:33 Uhr geantwortet

Das lässt sich natürlich ohne tiefere Kenntnis deines Lebenslaufs schlecht beurteilen. Der Bereich ist ja recht groß – und meist werden hier erfahrene Spezialisten gesucht. Seine Kommunikation überlässt man ja idealerweise keinem Laien. Daher kommt für dich dann auch nicht jede Stelle und Jobbörse infrage.

Wenn du sagst, an deinen Unterlagen liegt es nicht, du aber auch nicht eingeladen wirst, liegt die Vermutung nahe, dass du dich auf die falschen Stellen bewirbst. Oder für diese nicht die entsprechenden Qualifikationen mitbringst. Das lässt sich so freilich schlecht beurteilen, aber vielleicht ist ein Wechsel der Bewerbungsstrategie zielführender. Schon mal mit einem Stellengesuch probiert?

Siehe: http://karrierebibel.de/stellengesuch-der-geheimtipp-zum-neuen-job-noch-immer/
Oder hier: http://karrierebibel.de/jobsuche-mal-anders-den-verdeckten-stellenmarkt-beackern-teil-2/


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Blau4 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 54 votes, average: 4,00 out of 5 hat am 04. Juni 2015, 11:16 Uhr geantwortet

Du bist weiblich & Anfang 30? Dann bist Du im so charmant genannten „gebärfähigen Alter“. Allein deswegen erhälst Du schon nennenswert mehr Absagen. Natürlich wird das kaum einer zugeben, aber so ist es.

Mein Tipp: schreibe nichts zum Familienstand oder zur Kinderanzahl. Denn auch wenn Du schreibst, dass Du keine hast, könnte das den Leser auf den Gedanken bringen, dass dieser Wunsch noch besteht & Du demnächst für eine Weile ausfallen wirst & dies dem AG Komplikationen bringen wird. Oft gehen Konzerne mit dem Thema Mutterschutz & Elternzeit toleranter um. Aber nicht denken, dass Frauen im Management mit einer potentiellen Schwangerschaft lockerer umgehen! Es gibt auch viele, die – unabhängig davon, ob sie selbst Kinder haben oder nicht – keine Frau einstellen wollen, weil sie schwanger werden KÖNNTE.

Du erzählst von Deinem alten Job, dass Du mit der dortigen Atomsphäre unglücklich warst & Du zudem kurz vor einem Burn-Out standes. Daraus kann man schließen, dass Du dieses Thema noch nicht hinter Dir gelassen hast. Das könnte sich negativ auf Deine Bewerbungsunterlagen auswirken. Vll. noch mal im Hinblick darauf prüfen (lassen). Hast Du Dein Zeugnis professionell prüfen lassen? Nicht dass es einen versteckten Hinweis auf den B-O enthält. Aber manchmal reicht es schon aus, Dir eine Absage zu schicken, wenn nur der EINDRUCK entsteht, dass Du nicht belastbar bist. An Bewerbungsunterlagen kann man IMMER etwas verbessern! Aber bitte bedenke auch, dass eine Einladung zum Vorstellungsgespräch von so vielen Faktoren abhängig ist. Zur falschen Zeit am falschen Ort kann auch hier gelten.

Grundsätzlich geb ich Jochen Recht: vll. bewirbst Du Dich auf die falschen Stellen. Wenn Du wieder mehr Selbstbewusstsein hast, könntest Du nach jeder Absage anrufen und nachfragen. Die meisten werden nichts erzählen, aber mit einer guten Fragetechnik kann man teilw. doch in Erfahrung bringen, warum man abgelehnt wurde oder was wirklich gesucht wurde & nicht in der Anzeige genannt ist.

Nicht aufgeben! Mit etwas Selbstreflexion & eigener Motivation wird es schon klappen!


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Gold201 votes, average: 3,37 out of 5201 votes, average: 3,37 out of 5201 votes, average: 3,37 out of 5201 votes, average: 3,37 out of 5201 votes, average: 3,37 out of 5 hat am 07. Juni 2015, 09:35 Uhr geantwortet

Ohne, dass ich die Bewerbungsunterlagen gesehen habe, ist es natürlich nicht einfach hier eine Analyse zu machen. Ich kann mich nur Jochen Mai und Katja anschließen.

Als PR-Beraterin sind ihnen sicherlich alle wichtigen Kriterien bekannt, die für eine Bewerbung wichtig sind. Hier geht es um „Verkauf“ von sich selber. Was ich gerne meinen Kunden und Kundinnen empfehle, ist darauf zu achten, dass man die eigenen Erfolge in den Bewerbungsunterlagen möglichst prägnant darstellet. Vielleicht sogar als Beilage „success stories“ mitschicken, die zeigen, wie gut man seine Arbeit gemacht hat und welche Erfolge man im Beruf konkret gehabt hat.

Wenn man sich auf seine Erfolge in den Unterlagen konzentriert, dann vermeidet man auch, dass vielleicht in versteckten Formulierungen oder in unbewusster Wortwahl eine gewisse Resignation oder Nachwirkungen vom Burnout „durchschimmern“.

Versuchen sie auch andere Bewerbungsstrategien, aktivieren oder schaffen sie sich ein Netzwerk von Menschen, die ihnen vielleicht helfen können.

Auch Initiativbewerbungen sind ein möglicher Weg. Hier könnten Sie dem potentiellen neuen Arbeitgeber ein kurzes Konzept mitschicken, wie sie dort die PR-Arbeit optimieren würden, welche PR-Aktivitäten sie dort umsetzen würden (also nicht das bisherige Konzept kritisieren, sondern neue, kreative Möglichkeiten aufzeigen). Besuchen Sie Fachveranstaltungen, Messen, Vorträge und suchen sie dort das Gespräch (vergessen sie nicht genug Visitenkarten mitzunehmen).

Immer wieder neue Varianten probieren, nur wirklich maßgeschneiderte Unterlagen verschicken, das haben sie als PR-Beraterin in ihrem Job immer wieder gemacht, nun wenden sie ihr Wissen für ihre eigenen Bewerbungen an. Vertrauen sie auf ihre Erfahrungen, dann wird es über kurz oder lang sicher mit einer neuen Stelle klappen.


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