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35 Jahre – Bewerbungen leider erfolglos

Gefragt am 27. Juni 2016, 17:53 Uhr von silverwhale Blau2 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 52 votes, average: 3,50 out of 5
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Guten Tag,

Ich bin 35 Jahre alt und habe mein Studium der Physik vor eineinhalb Jahren beendet, mit 1,7 (gut). Ich habe aber wegen diverser Umstände mehr als 10 Jahre gebraucht, um das Studium abzuschließen. Ich habe dann für ein halbes Jahr gearbeitet, habe gekündigt weil ich promovieren wollte, leider habe ich eine unbezahlte Stelle bekommen und möchte nun doch wieder eine Arbeitsstelle suchen.

Ich habe bisher 40 Bewerbungen rausgeschickt, aber leider nur Absagen bekommen. Ich habe mittlerweile Existenzängste, weil ich nicht weiß, wie es weitergehen soll. Kann mir da jemand einen Rat geben?


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Platin528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5528 votes, average: 4,58 out of 5 hat am 27. Juni 2016, 18:01 Uhr geantwortet

Hallo,
deine Existenzängste kann ich sehr gut nachvollziehen. Und ja, mit 35 Jahren noch keine nennenswerten Berufserfahrungen gemacht zu haben, ist jetzt nicht unbedingt ein Vorteil bei der Bewerbung.

Du solltest das aber auch nicht überbewerten: 40 Bewerbungen sind gar nichts. So mancher Mittzwanziger schreibt nach dem Studium 100 davon, bis die erste Einladung kommt. Es hängt halt auch immer von den Stellen ab, für die man sich bewirbt – wie gut die zum Profil passen und wie stark und groß die Konkurrenz ist. Das kann ich in deinem Fall natürlich nicht beurteilen, weil ich es schlicht nicht weiß. Aber vielleicht suchst du auch an der falschen Stelle…

Als Physiker bist du ja eher ein Allrounder und Analytiker. Ich weiß von einigen Unternehmensberatungen, dass sie aus dem Grund gerne Physiker einstellen. Womöglich könnte es auch sinnvoll sein, den Einstieg über ein Praktikum zu wählen. Das ist zwar um die Ecke gedacht, kann aber funktionieren, um an die Berufserfahrungen zu kommen und sich zugleich mehr zu fokussieren und zu spezialisieren. Das steigert in der Regel die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt.

Alternative 2: gezielte Weiterbildung.


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Hallo, Deine Situation ist gar nicht so schwierig. 40 Bewerbungen sind viel, aber eben auch nicht so viel, dass Du einen Grund hast zu kapitulieren. Mit 35 bist Du auch noch relativ jung. Ich würde zum Einen – wie Jochen Mai zutreffend schreibt – mit Praktika versuchen. Du mußt aber auch einfach dran bleiben und es vielleicht (hast Du das gemacht) mit mehr Blindbewerbungen versuchen. Du hast eine fantatstische Ausbildung und wirst noch viel Zeit im Berufsleben verbringen dürfen. Bleib dran, baue Dich selbst auf und versuche es vielleicht auch mal mit Praktika auf internationaler Ebene.


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Ich kann mich nur anschließen.
Das wichtigste ich erstmal: nicht verzweifeln! 40 Bewerbungen sind noch kein Beinbruch.

Mein Tipp wäre, dass du bei deinen Bewerbungen darauf achtest, dass der Leser schnell einen Überblick bekommt und dass du ihm nur Dinge sendest, die für ihn subjektiv wichtig sind. Er muss beim Lesen deiner Unterlagen denken: „Genau das, was der Gute hier beschreibt, sind die wirklich wichtigen Kriterien um auf dieser Stelle erfolgreich zu sein! Der lohnt sich kennen zu lernen.“
Das heißt natürlich, dass du im Grunde erstmal sehr gute Hypothesen darüber entwickeln solltest, was der anderen Seite (Personal und/oder Fachabteilung) wichtig ist. Stell dir solchen Fragen wie: woran wird meine Leistung am Ende des Tages gemessen? Und es ergibt sich daraus natürlich, dass du das für jede einzelne Stelle tun solltest. Guck dass du ein Foto hast, auf dem du kompetent und gleichermaßen freundlich wirkst. Das sind erstmal nur grobe Tipps. Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist, aber ich hoffe, dass dir das erstmal schon ein bisschen weiter hilft.

Liebe Grüße
Nadine Pfeiffer


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Hallo,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen – und habe eine kleine Ergänzung: jede Bewerbung sollte individuell gestaltet werden! Schau dir die Stellenausschreibung genau an und versuche, die wichtigsten Anforderungen in deinen Unterlagen sehr präsent darzustellen, nimm Schlagworte mit auf und sprich in der Sprache der Ausschreibung!
Es machen aus meiner Erfahrung immer diejenigen Unterlagen den besten Eindruck, die nicht wie eine Standardbewerbung wirken und wo der Personaler (der ja häufig die erste Auswahl trifft, ohne fachlich sehr tief im Thema zu sein) wenig „Übersetzungsleistungen“ erbringen muss – er hat klare Anforderungen auf seinem Zettel, die er abhaken muss.

Viel Erfolg!


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Vielen Dank für Ihre Antworten. Dies hat mir wirklich viel Hoffnung gegeben. Vielleicht such ich auch wirklich an der falschen Stelle. Ich wollte in einen Ingenieurberuf einsteigen. Ich werde mich weiter schlau machen was für Berufe zu mir passen könnten. In der Finanzbranche will ich eigentlich nicht arbeiten, aber wenn es wirklich sein muss würde ich mich auch auf eine Stelle in der Finanzwelt bewerben. Nochmals vielen Dank für Ihre Antworten.


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